
China rüstet altes Kameranetz mit KI-Massenüberwachung nach
Chinas Behörden betreiben eines der weltgrößten Überwachungskameranetzwerke, das nun flächendeckend mit KI nachgerüstet wird. Hersteller wie Hikvision und Huawei integrieren direkt in die Kamerahardware Modelle für Computer Vision sowie Sprachmodelle, die Beamten ermöglichen, per Texteingabe gezielt nach Ereignissen, Personen oder Verhaltensmustern zu suchen – ohne stundenlange manuelle Sichtung von Videomaterial. Automatisch erkannt werden sollen unter anderem Menschenansammlungen, verdächtiges Verhalten und unbefugter Zugang zu gesperrten Bereichen. Human Rights Watch kritisiert, dass diese Kombination aus Bildverarbeitung und natürlichsprachlicher Abfrage eine qualitativ neue Stufe der Verhaltensüberwachung im öffentlichen Raum schafft. Die Aufrüstung bestehender Infrastruktur senkt die Einstiegshürde erheblich, da keine komplett neue Hardware verlegt werden muss. International wird der Einsatz dieser Technologie als Blaupause für autoritäre Überwachungsstaaten beobachtet.
- Hersteller Hikvision und Huawei liefern Kameras mit eingebetteten KI-Modellen für Computer Vision und Sprachverarbeitung.
- Polizeibeamte können Videomaterial per Texteingabe abfragen, statt Aufnahmen manuell zu sichten.
- Automatische Erkennung von Menschenmengen, verdächtigem Verhalten und unbefugtem Zugang ist integriert.
- Human Rights Watch warnt vor beispielloser Verhaltensüberwachung in bislang ungekanntem Ausmaß.
- Die Nachrüstung des bestehenden Kameranetzes vermeidet kostspielige Neuinstallationen.
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