
Studie: KI-Texte machen das Web uniformer und seltsam fröhlicher
Forschende haben anhand einer Großanalyse von Websites aus dem Internet Archive untersucht, in welchem Ausmaß KI-generierte Texte das öffentliche Web bereits durchdringen. Ihr zentrales Ergebnis: Die tatsächlichen Auswirkungen weichen deutlich von der verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung ab. Statt eines offensichtlichen Qualitätsverlusts oder leicht erkennbarer KI-Prosa zeigen sich zwei subtilere Effekte – eine zunehmende sprachliche Uniformität sowie ein auffällig positiver, fast künstlich-aufgeräumter Grundton. Die gestiegene Gleichförmigkeit bedeutet, dass Texte verschiedener Quellen einander immer ähnlicher werden, regionale Stimmen, Stile und Perspektiven also nivelliert werden. Die unnatürliche Fröhlichkeit wird von den Forschenden darauf zurückgeführt, dass große Sprachmodelle bei ihrem Training auf menschliches Feedback (RLHF) darauf konditioniert werden, angenehme und positive Formulierungen zu bevorzugen. Besonders brisant ist der Befund im Hinblick auf das sogenannte Model-Collapse-Problem: Wenn künftige KI-Modelle zunehmend auf bereits KI-generierten Webinhalten trainiert werden, könnten sich Uniformität und Stimmungsverzerrung selbstverstärkend aufschaukeln. Die Studie nutzt das Internet Archive als Datengrundlage, was einen seltenen Längsschnittblick auf die Veränderung von Web-Inhalten über die Zeit ermöglicht.
- Datengrundlage ist eine Großanalyse von Websites aus dem Internet Archive – einem der wenigen Längsschnitt-Korpora des öffentlichen Webs.
- Zwei Haupteffekte identifiziert: sprachliche Uniformität (sinkende stilistische Vielfalt) und unnatürliche Positivität im Ton.
- Die Fröhlichkeit wird von den Forschenden mit RLHF-Training erklärt, das Modelle auf angenehme Formulierungen konditioniert.
- Die Befunde stehen im Kontext des Model-Collapse-Risikos: KI-Training auf KI-Texten könnte Verzerrungen iterativ verstärken.
- Laut Forschenden weicht das tatsächliche Bild der KI-Durchdringung erheblich von der öffentlichen Annahme ab.
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Forschende haben anhand einer Großanalyse von Websites aus dem Internet Archive untersucht, in welchem Ausmaß KI-generierte Texte das öffentliche Web bereits durchdringen. Ihr zentrales Ergebnis: Die tatsächlichen Auswirkungen weichen deutlich von der verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung ab. Statt eines offensichtlichen Qualitätsverlusts oder leicht erkennbarer KI-Prosa zeigen sich zwei subtilere Effekte – eine zunehmende sprachliche Uniformität sowie ein auffällig positiver, fast künstlich-aufgeräumter Grundton. Die gestiegene Gleichförmigkeit bedeutet, dass Texte verschiedener Quellen einander immer ähnlicher werden, regionale Stimmen, Stile und Perspektiven also nivelliert werden. Die unnatürliche Fröhlichkeit wird von den Forschenden darauf zurückgeführt, dass große Sprachmodelle bei ihrem Training auf menschliches Feedback (RLHF) darauf konditioniert werden, angenehme und positive Formulierungen zu bevorzugen. Besonders brisant ist der Befund im Hinblick auf das sogenannte Model-Collapse-Problem: Wenn künftige KI-Modelle zunehmend auf bereits KI-generierten Webinhalten trainiert werden, könnten sich Uniformität und Stimmungsverzerrung selbstverstärkend aufschaukeln. Die Studie nutzt das Internet Archive als Datengrundlage, was einen seltenen Längsschnittblick auf die Veränderung von Web-Inhalten über die Zeit ermöglicht.
- Datengrundlage ist eine Großanalyse von Websites aus dem Internet Archive – einem der wenigen Längsschnitt-Korpora des öffentlichen Webs.
- Zwei Haupteffekte identifiziert: sprachliche Uniformität (sinkende stilistische Vielfalt) und unnatürliche Positivität im Ton.
- Die Fröhlichkeit wird von den Forschenden mit RLHF-Training erklärt, das Modelle auf angenehme Formulierungen konditioniert.
- Die Befunde stehen im Kontext des Model-Collapse-Risikos: KI-Training auf KI-Texten könnte Verzerrungen iterativ verstärken.
- Laut Forschenden weicht das tatsächliche Bild der KI-Durchdringung erheblich von der öffentlichen Annahme ab.
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