KI-Ingenieur behauptet, Linearschrift A entschlüsselt zu haben
Linear A ist eine minoische Silbenschrift, die um 1800 v. Chr. entstand und bis zur mykenischen Eroberung Kretas um 1450 v. Chr. in Gebrauch war. Da die verwandte Linearschrift B – eine mykenisch-griechische Adaption derselben Symbole – bereits 1952 vom britischen Architekten und Amateulinguisten Michael Ventris entschlüsselt wurde, kennt die Forschung die Lautwerte von 60 gemeinsamen Zeichen; die Bedeutung blieb jedoch unbekannt. Di Minos Schlüsseldurchbruch gelang ihm am 22. Mai, als er eine Reihe von Gebetstexten aus minoischen Heiligtumsstätten analysierte: Das Linear-A-exklusive Zeichen „*301" lieferte ihm den Lautwert „na", womit er die Verbalwurzel „nawaya" (semitisch: „wohnen/weilen") rekonstruierte – eine Wurzel, die in Hebräisch, Akkadisch und anderen semitischen Sprachen mit dem Konsonantenmuster N-W-Y belegt ist. Zur Analyse zog Di Mino die digitalisierten Korpora GORILA und SigLA heran und nutzte Claude Code, um Python-Skripte zu bauen, die diese Datenbanken systematisch abfragen und kreuzen. Cyrus Gordon hatte 1957 im Fachmagazin *Antiquity* bereits semitische Verbindungen von Linear A vorgeschlagen, aber keine konsistenten Übersetzungen vorgelegt, weshalb seine These nicht konsensfähig wurde. Di Mino beansprucht nun, als Erster die Verbindung zwischen bestimmten Linear-A-Inschriften und hebräischen Gebeten nachgewiesen zu haben. Als Nebenprodukt seiner Arbeit löste er nach eigenen Angaben auch fünf bislang ungeklärte Lautwerte der Linearschrift B.
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Linear A ist eine minoische Silbenschrift, die um 1800 v. Chr. entstand und bis zur mykenischen Eroberung Kretas um 1450 v. Chr. in Gebrauch war. Da die verwandte Linearschrift B – eine mykenisch-griechische Adaption derselben Symbole – bereits 1952 vom britischen Architekten und Amateulinguisten Michael Ventris entschlüsselt wurde, kennt die Forschung die Lautwerte von 60 gemeinsamen Zeichen; die Bedeutung blieb jedoch unbekannt. Di Minos Schlüsseldurchbruch gelang ihm am 22. Mai, als er eine Reihe von Gebetstexten aus minoischen Heiligtumsstätten analysierte: Das Linear-A-exklusive Zeichen „*301" lieferte ihm den Lautwert „na", womit er die Verbalwurzel „nawaya" (semitisch: „wohnen/weilen") rekonstruierte – eine Wurzel, die in Hebräisch, Akkadisch und anderen semitischen Sprachen mit dem Konsonantenmuster N-W-Y belegt ist. Zur Analyse zog Di Mino die digitalisierten Korpora GORILA und SigLA heran und nutzte Claude Code, um Python-Skripte zu bauen, die diese Datenbanken systematisch abfragen und kreuzen. Cyrus Gordon hatte 1957 im Fachmagazin *Antiquity* bereits semitische Verbindungen von Linear A vorgeschlagen, aber keine konsistenten Übersetzungen vorgelegt, weshalb seine These nicht konsensfähig wurde. Di Mino beansprucht nun, als Erster die Verbindung zwischen bestimmten Linear-A-Inschriften und hebräischen Gebeten nachgewiesen zu haben. Als Nebenprodukt seiner Arbeit löste er nach eigenen Angaben auch fünf bislang ungeklärte Lautwerte der Linearschrift B.
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