
Sam Altman unter Eid: Glaubwürdigkeit im OpenAI-Prozess auf dem Prüfstand
Im laufenden Gerichtsverfahren vor Richterin Yvonne Gonzalez Rogers in einem kalifornischen Bundesgericht wurde OpenAI-CEO Sam Altman am 13. Mai 2026 von Steve Molo, dem Anwalt von Elon Musk, intensiv befragt. Im Mittelpunkt stand Altmans Aussage vor dem US-Senat im Mai 2023, bei der er angab, kein Eigenkapital an OpenAI zu halten – ohne dabei seine indirekte wirtschaftliche Beteiligung über seinen LP-Anteil am Y-Combinator-Fonds zu erwähnen. Molo konfrontierte Altman außerdem mit früheren Aussagen von Ex-Board-Mitgliedern Helen Toner und Tasha McCauley, die ihm vorwarfen, sie irregeführt zu haben. McCauley sprach von einer „toxic culture of lying". Auch Ilya Sutskever und Elon Musk werden als Personen genannt, die Altman Unehrlichkeit vorwerfen. Altmans kurzzeitige Entlassung durch den Board im Jahr 2023 – von Microsoft-CEO Satya Nadella als „amateur city" bezeichnet – spielt im Verfahren eine zentrale Rolle: Musk Anwälte sehen darin den Beweis, dass Altmans Einfluss jenen des Boards übersteigt. Board-Chair Bret Taylor, der nach Altmans Rückkehr eintrat, erklärte, er habe keinen Kündigungsgrund gefunden. Altman selbst sagte aus, er halte sich für einen ehrlichen und vertrauenswürdigen Geschäftsmann.
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