
GitBook betreibt 30.000 Doku-Sites auf Vercel mit sub-sekündlichen Cache-Updates
GitBook betreibt seine gesamte Publishing-Infrastruktur über ein einziges Vercel-Deployment, das 30.000 eigenständig verwaltete Dokumentations-Sites abdeckt. Kunden wie n8n, Nvidia und Zoom nutzen die Plattform, wobei jede Site ihren eigenen Aktualisierungsrhythmus hat. Der konkrete Auslöser für die Architektur-Überarbeitung war ein Vorfall bei einer großen Feature-Veröffentlichung: Ein Kunde sah, dass seine Docs noch die alte Version zeigten, während das eigentliche Produkt bereits live war – schildert Steven Hall, Head of Engineering bei GitBook. Das Frontend der Publishing-Plattform basiert auf Next.js und ist Open Source; die Migration zu Vercel ermöglichte die Nutzung der `use cache`-Direktive, mit der einzelne Datenabruf-Funktionen statt ganzer Seiten gecacht werden. Die Tag-basierte Invalidierung setzt direkt an Merge-Events an – ob über GitBooks eigene App, GitHub oder GitLab – und revalidiert ausschließlich die betroffenen Content-Einheiten. Damit bleibt der Cache der übrigen 29.999 Sites unangetastet. Neben menschlichem Traffic stellt inzwischen der massenhafte KI-Crawler-Zugriff eine strukturelle Herausforderung dar: Automatisierte Systeme sweepen potenziell alle Seiten eines Sites in einer einzigen Session, was zu unvorhersehbaren Cold-Cache-Pfaden in großem Maßstab führt.
- GitBooks Content-Frontend ist Open Source und läuft auf Next.js; die `use cache`-Direktive macht Cache-Verhalten direkt im Code sichtbar statt in externer Konfiguration.
- 120 Millionen monatliche Page Views werden vom Edge ausgeliefert – bei 30.000 Sites auf einem einzigen Vercel-Deployment.
- KI-Crawler-Traffic stieg 2025 um das 5-Fache gegenüber dem Vorjahr und macht nun 41 % aller Page Views aus.
- Steven Hall (Head of Engineering) schließt nicht aus, dass adaptive Dokumentation – also inhaltlich personalisierte Docs je nach Leser – die Multi-Tenant-Caching-Logik künftig deutlich komplexer macht.
- Ziel ist laut Hall eine Cache-Hit-Rate nahe 100 %; aktuell werden täglich 40.000 Invalidierungen in unter 300 ms verarbeitet.
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