
Google SynthID übersteht 300 Kompressionsdurchläufe, scheitert aber an Cropping
Der Ars-Technica-Test rückt den Kontext ins Bild: Laut dem Starling Lab – einer Forschungskooperation von Stanford University und der University of Southern California – dauerte es von der Erfindung der Kamera 149 Jahre, bis 1975 rund 1,5 Milliarden Bilder existierten. Generative KI erreichte dieselbe Menge in nur 18 Monaten. Google verkündete auf der I/O-Konferenz, seine Tools seien bereits für mehr als 100 Milliarden KI-Bilder und -Videos genutzt worden. Autor Ryan Whitwam testete SynthID mit einem selbst geschriebenen Python-Skript auf Basis der Pillow-Bibliothek: Es simuliert wiederholte Kompression und Größenänderung in zufälligen Wertebereichen, um natürlichen Internet-Verschleiß zu beschleunigen. Getestet wurden zwei Bildtypen – ein vollständig KI-generiertes Bild und ein per KI bearbeitetes Originalfoto, beide erzeugt mit Googles Nano Banana Pro. Alle 50 Generationen wurden zusätzlich gecropte Versionen ohne Re-Encoding erstellt. Google DeepMind-Wissenschaftler Pushmeet Kohli erläuterte gegenüber Ars, das Team habe SynthID von Anfang an unter der Annahme entwickelt, dass es aktiv angegriffen werden würde. Die Grenze liegt laut Test bei kombinierter extremer Kompression plus 20-Prozent-Crop: Erst dieses Zusammenspiel macht das Wasserzeichen undetektierbar – ein 50-Prozent-Crop schafft dasselbe schon nach rund 250 statt 300 Iterationen.
- Starling Lab (Stanford/USC): Bis 1975 entstanden in 149 Jahren ~1,5 Mrd. Fotos – generative KI erreichte dieselbe Zahl in 18 Monaten.
- Google gab auf der I/O bekannt, dass seine Tools über 100 Milliarden KI-Bilder und -Videos erzeugt haben; neue Partner sind OpenAI, Runway und Nvidia.
- Der Pillow-Python-Test lief über 300 Kompressionszyklen mit je zufälligen Komprimierungs- und Größenänderungswerten; alle 50 Zyklen wurden gecropte Versionen erstellt.
- Screenshots übertragen SynthID-Pixel vollständig ins neue File – das Wasserzeichen überlebt auch diesen Weg unversehrt.
- C2PA-Metadaten lassen sich hingegen durch einfaches Bearbeiten, Speichern oder einen Screenshot trivial entfernen – ohne technisches Vorwissen.
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- Der Pillow-Python-Test lief über 300 Kompressionszyklen mit je zufälligen Komprimierungs- und Größenänderungswerten; alle 50 Zyklen wurden gecropte Versionen erstellt.
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- C2PA-Metadaten lassen sich hingegen durch einfaches Bearbeiten, Speichern oder einen Screenshot trivial entfernen – ohne technisches Vorwissen.
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