
Meta verbrennt 83,5 Mrd. Dollar in Reality Labs – und investiert noch mehr in KI
Metas Quartalsbericht für Q1 2026 zeigt ein paradoxes Bild: Einerseits erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 26,8 Mrd. Dollar (+61 % im Jahresvergleich) bei einem Umsatz von 56,3 Mrd. Dollar (+33 % YoY). Andererseits verlor die Reality-Labs-Sparte erneut rund 4 Mrd. Dollar – ein Wert, der sich als regelrechte Durchschnittszahl entpuppt: Über 21 Quartale seit 2021 summieren sich die Verluste auf 83,5 Mrd. Dollar, im Schnitt exakt 4 Mrd. Dollar pro Quartal. Während Meta seine Metaverse-Ambitionen zurückschraubt, verschiebt sich der Fokus massiv auf KI. Für 2026 plant der Konzern Kapitalausgaben von 125–145 Mrd. Dollar – mehr als Analysten erwartet hatten. CEO Mark Zuckerberg begründete dies mit steigenden Komponentenkosten, insbesondere bei Arbeitsspeicher. CFO Susan Li gestand, dass Meta seinen Rechenbedarf bislang kontinuierlich unterschätzt habe und für 2027 noch keine Capex-Prognose abgeben könne. Um im KI-Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic mithalten zu können, hatte Meta zuletzt über 50 KI-Forscher von Konkurrenten abgeworben. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als 5 Prozent.
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