
Claude Mythos findet Schwachstellen in Post-Quanten-Kryptografie in 60 Stunden
Claude Mythos Preview ist Anthropics jüngstes Frontier-Modell, das offenbar gezielt für anspruchsvolle wissenschaftliche und sicherheitsrelevante Aufgaben entwickelt wurde. Im Fokus des Experiments stand HAWK, ein Post-Quanten-Signaturschema, das im Rahmen des NIST-Standardisierungsprozesses für quantenresistente Kryptografie über mehr als zwei Jahre intensiv von menschlichen Kryptografen geprüft worden war. Claude Mythos gelang es in lediglich 60 Stunden, einen verbesserten Angriff auf HAWK zu entwickeln – also einen Angriff, der effizienter ist als alle bisher bekannten Methoden. Die Gesamtkosten für das Experiment lagen bei rund 100.000 US-Dollar an API-Gebühren, was für einen potenziell staatlich relevanten Sicherheitsaufwand vergleichsweise gering ist. Anthropic betont, dass die gefundenen Schwachstellen bestehende, im Einsatz befindliche Systeme nicht direkt gefährden, da HAWK noch nicht breit ausgerollt ist. Dennoch illustriert der Fund, wie KI-Modelle klassische Annahmen über den Zeitaufwand kryptografischer Analyse neu kalibrieren könnten: Was Experten-Teams jahrelang prüfen, könnte ein KI-System in Tagen oder Wochen hinterfragen. Das wirft grundlegende Fragen für die Sicherheitsbewertung künftiger Kryptografie-Standards auf.
- HAWK ist ein Post-Quanten-Signaturschema, das im NIST-Standardisierungsprozess für quantenresistente Kryptografie geprüft wird.
- Der von Claude Mythos gefundene Angriff ist ein verbesserter Angriff – er übertrifft also alle bisher bekannten Angriffsmethoden auf HAWK.
- Die gefundenen Schwachstellen betreffen keine heute aktiv eingesetzten kryptografischen Systeme, so Anthropic.
- 100.000 US-Dollar API-Kosten für 60 Stunden autonome Analyse stehen jahrelanger menschlicher Peer-Review gegenüber.
- Anthropic sieht den Fund als Beleg dafür, dass KI grundlegende Sicherheitsannahmen in der modernen Kryptografie infrage stellen kann.
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Claude Mythos Preview ist Anthropics jüngstes Frontier-Modell, das offenbar gezielt für anspruchsvolle wissenschaftliche und sicherheitsrelevante Aufgaben entwickelt wurde. Im Fokus des Experiments stand HAWK, ein Post-Quanten-Signaturschema, das im Rahmen des NIST-Standardisierungsprozesses für quantenresistente Kryptografie über mehr als zwei Jahre intensiv von menschlichen Kryptografen geprüft worden war. Claude Mythos gelang es in lediglich 60 Stunden, einen verbesserten Angriff auf HAWK zu entwickeln – also einen Angriff, der effizienter ist als alle bisher bekannten Methoden. Die Gesamtkosten für das Experiment lagen bei rund 100.000 US-Dollar an API-Gebühren, was für einen potenziell staatlich relevanten Sicherheitsaufwand vergleichsweise gering ist. Anthropic betont, dass die gefundenen Schwachstellen bestehende, im Einsatz befindliche Systeme nicht direkt gefährden, da HAWK noch nicht breit ausgerollt ist. Dennoch illustriert der Fund, wie KI-Modelle klassische Annahmen über den Zeitaufwand kryptografischer Analyse neu kalibrieren könnten: Was Experten-Teams jahrelang prüfen, könnte ein KI-System in Tagen oder Wochen hinterfragen. Das wirft grundlegende Fragen für die Sicherheitsbewertung künftiger Kryptografie-Standards auf.
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- Die gefundenen Schwachstellen betreffen keine heute aktiv eingesetzten kryptografischen Systeme, so Anthropic.
- 100.000 US-Dollar API-Kosten für 60 Stunden autonome Analyse stehen jahrelanger menschlicher Peer-Review gegenüber.
- Anthropic sieht den Fund als Beleg dafür, dass KI grundlegende Sicherheitsannahmen in der modernen Kryptografie infrage stellen kann.
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