
SpaceX-Debüt-Quartalsbericht enttäuscht Investoren trotz Umsatzverdopplung
SpaceX ging im Juni 2026 mit einem historischen Börsengang (IPO) zu einer Bewertung von 1,65 Billionen Dollar an die Nasdaq und legte nun seinen ersten Quartalsbericht vor. Der Kurs hatte kurz nach dem IPO bei 225 Dollar sein Allzeithoch erreicht, ist seitdem aber auf rund 112 Dollar gefallen – ein Rückgang von fast 50 Prozent. Der Debüt-Quartalsbericht überraschte beim Umsatz positiv, doch die enormen KI-Investitionsausgaben alarmierten Marktteilnehmer: Capex von knapp 16 Milliarden Dollar im KI-Segment, doppelt so hoch wie im Vorquartal, ließ die Aktie im Vorbörslichen Handel um 10 Prozent einbrechen. CFO Bret Johnsen kündigte an, das Unternehmen werde noch in diesem Jahr mehr als 100 Milliarden Dollar jährlich wiederkehrenden Umsatz erzielen. Elon Musk erklärte auf dem Earnings Call, die Rechenkapazität solle von 2 Gigawatt Ende 2026 auf näher an 10 als an 5 Gigawatt bis Ende 2027 ausgebaut werden – ausschließlich auf Basis von Nvidia-Hardware. Parallel dazu arbeitet SpaceX an orbitalen Rechenzentren unter dem Namen Starmind AI-1, deren erste Einheiten laut Musk im kommenden Jahr gestartet werden sollen. Goldman Sachs, einer der Konsortialführer beim IPO, prognostiziert eine Verhundertfachung des KI-Umsatzes bis 2030; Musk selbst peilt bis Ende des Jahrzehnts einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar an.
- Nettoverlust im Quartal: ca. 541 Mio. Dollar – deutlich besser als die Analystenprognose von 2,12 Mrd. Dollar Verlust.
- Short-Interesse gestiegen: Laut S3 Partners entspricht es 220 Mio. Aktien bzw. rund 34 % des frei handelbaren Streubesitzes.
- Lock-up-Periode für Mitarbeiter endete am Tag nach Veröffentlichung des Berichts (Donnerstag), was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte.
- SpaceX wurde zuletzt in den Nasdaq 100 aufgenommen; passive Indexfonds kauften laut Deutsche Bank jedoch weniger als erwartet.
- Musk erwähnte Terafab – eine Halbleiter-Fertigungsinitiative – als wachsendes Kooperationsprojekt zwischen SpaceX und Tesla.
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- Nettoverlust im Quartal: ca. 541 Mio. Dollar – deutlich besser als die Analystenprognose von 2,12 Mrd. Dollar Verlust.
- Short-Interesse gestiegen: Laut S3 Partners entspricht es 220 Mio. Aktien bzw. rund 34 % des frei handelbaren Streubesitzes.
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