
Microsofts CO₂-Emissionen stiegen 2025 um 25 Prozent auf 34 Mio. Tonnen
Microsofts Nachhaltigkeitsbericht 2026 offenbart eine erhebliche Verschlechterung der Klimabilanz des Konzerns: Die Kohlenstoffemissionen stiegen 2025 auf 34 Millionen Tonnen – ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptursache nennt Microsoft den massiven Ausbau seiner Rechenzentrumsinfrastruktur, der durch die wachsende Nachfrage nach KI-Diensten wie Azure AI und Copilot angetrieben wird. Erschwerend kommt hinzu, dass Microsoft im Februar 2025 entschied, keine sogenannten „non-additional, unbundled renewable energy certificates" mehr zu erwerben – ein Schritt, der die ausgewiesenen Emissionswerte rechnerisch zusätzlich erhöhte. Ohne diese „select interventions" – also bestimmte kompensatorische Maßnahmen – fällt die Bilanz noch deutlicher aus, als sie es ohnehin tut. Microsoft hatte sich einst das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 „carbon negative" zu werden, also mehr CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen, als der Konzern ausstößt. Angesichts des aktuellen Trendverlaufs ist dieses Ziel in weite Ferne gerückt. Der Bericht, über den zunächst GeekWire berichtete, reiht sich in eine Serie von Nachhaltigkeitsberichten ein, in denen Microsoft zuletzt wiederholt Rückschritte einräumen musste.
- Emissionen beliefen sich 2025 auf exakt 34 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente – ohne bestimmte kompensatorische Eingriffe ('select interventions').
- Microsoft stoppte im Februar 2025 den Kauf von 'non-additional, unbundled renewable energy certificates', was die ausgewiesene Emissionsbilanz rechnerisch verschlechterte.
- Als Haupttreiber des Anstiegs identifiziert Microsoft explizit die Expansion seiner Rechenzentrums-Infrastruktur.
- Das selbstgesetzte Ziel, bis 2030 'carbon negative' zu sein, erfordert, dass Microsoft netto mehr CO₂ binden muss, als es ausstößt – der aktuelle Trend verläuft entgegengesetzt.
- GeekWire berichtete als erstes Medium über die Kerndaten aus dem Microsoft Sustainability Report 2026.
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