
BBC-Investigation: KI-Chatbots durch manipulierte Webseiten systematisch belogen
BBC-Technologiejournalist Thomas Germain demonstrierte in einem Selbstversuch, wie leicht KI-Chatbots durch einen einzigen, gezielt formulierten Blogpost auf der eigenen Website manipuliert werden können: Innerhalb von 20 Minuten verbreiteten sowohl ChatGPT als auch Google falsche Behauptungen über seine angebliche Karriere als Hotdog-Ess-Weltmeister. Die zugrundeliegende Schwachstelle betrifft KI-Tools, die zur Antwortgenerierung aktiv das Internet durchsuchen – darunter ChatGPT, Claude und Googles verschiedene KI-Produkte. Laut SEO-Expertin Lily Ray (Gründerin von Algorythmic) und Harpreet Chatha (Harps Digital) wird dieses Verfahren bereits im großen Maßstab kommerziell ausgenutzt, etwa um Gesundheitsbedenken zu Nahrungsergänzungsmitteln herunterzuspielen oder Finanzinformationen in Google AI Overviews zu verzerren. Monatlich sehen 2,5 Milliarden Nutzer diese KI-Overviews. Google aktualisierte im Mai 2026 seine Spam-Richtlinien, um Manipulationsversuche offiziell zu untersagen und mit Abstrafungen in den Suchergebnissen zu drohen. Das Unternehmen bezeichnet die Änderung jedoch nur als „Klarstellung" bestehender Regeln. Trotzdem wurde dieselbe Manipulationstechnik noch in dieser Woche erneut erfolgreich angewendet.
- Germain legte in 20 Minuten einen gefälschten Blogpost an – am nächsten Tag verbreiteten ChatGPT und Google die Fehlinformation.
- 2,5 Milliarden Nutzer sehen Googles AI Overviews monatlich; über 1 Milliarde Menschen nutzen KI-Chatbots regelmäßig.
- SEO-Expertin Lily Ray (Algorythmic) warnt: 'Du solltest davon ausgehen, dass du manipuliert wirst, bis bessere Systeme existieren.'
- Google aktualisierte seine Spam-Richtlinien offiziell, bezeichnet dies aber als bloße Klarstellung ohne Strategiewechsel.
- Noch in der Woche des Artikels wiederholte ein SEO-Spezialist denselben Trick erfolgreich – die Lücke ist noch nicht geschlossen.
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- Noch in der Woche des Artikels wiederholte ein SEO-Spezialist denselben Trick erfolgreich – die Lücke ist noch nicht geschlossen.
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