
NextEra und Dominion fusionieren für 67 Mrd. Dollar – Datenzentren als Treiber
NextEra Energy (Marktführer nach Börsenwert) und Dominion Energy (Rang sechs) haben am 19. Mai 2026 eine All-Stock-Fusion im Volumen von 67 Milliarden Dollar angekündigt. Der kombinierte Konzern würde bei Gesamtstromerzeugung, Erdgas und erneuerbaren Energien jeweils Platz eins in den USA belegen – nur im Bereich Kernkraft und Kundenzahl läge er hinter Exelon. Auslöser ist der rasant wachsende Strombedarf von Datenzentren: Dominion betreibt das lokale Netz rund um Northern Virginia, dem weltweit größten Datenzentren-Cluster. Morningstar-Analyst Andrew Bischof wertet die Transaktion als strategischen Schachzug, mit dem NextEra seine bislang hinter Wettbewerbern zurückgebliebenen Datenzentren-Ambitionen beschleunigen kann. Nach Abschluss würden NextEra-Aktionäre 74,5 Prozent und Dominion-Aktionäre 25,5 Prozent halten; CEO John W. Ketchum würde den Konzern weiter führen. Regulierungsbehörden auf Bundes- und Staatsebene müssen zustimmen – die Unternehmen rechnen mit 12 bis 18 Monaten. Verbraucherschützer wie Harvard-Rechtsexperte Ari Peskoe warnen, dass Fusionen primär Aktionären nützen und Stromkunden die Zeche zahlen könnten. Umweltgruppen kritisieren zudem den geplanten Ausbau von Erdgaskraftwerken zur Deckung des Datenzentren-Bedarfs.
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