
KI-gestützte Recycling-Startups profitieren von steigenden Aluminiumpreisen
Der US-amerikanische Aluminiummarkt steht unter Druck: Rund 10% des weltweiten Aluminiums stammt aus der Golfregion, und der seit Ende Februar 2026 andauernde US-Krieg gegen den Iran hat die Metallpreise auf ein Niveau getrieben, das seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde. Die USA bezeichnen Aluminium bereits als kritisches Mineral, da ein Großteil des Bedarfs über Importe gedeckt wird. Laut EPA werden derzeit nur etwa 20% des in den USA anfallenden Aluminiums recycelt – ein enormes Potenzial für Sortiertechnologie-Startups. Sortera, ein auf Aluminiumschrott spezialisiertes Startup aus Indiana, hat kürzlich seinen zweiten Standort in Tennessee eröffnet und damit die Verarbeitungskapazität auf 240 Millionen Pfund verdoppelt. Das Unternehmen setzt auf Laser, Kameras und Röntgenfluoreszenzanalyse, um KI-Algorithmen zu füttern, die jeden kleinen Schrottbrocken einer spezifischen Aluminiumsorte zuordnen. Amp verfolgt einen breiteren Ansatz: Das System sortiert sowohl Recycling- als auch Restmüllströme per Infrarot- und Lichtkameras, Roboterarme und Luftdüsen trennen die Materialien automatisch. Laut Amp-CTO Matanya Horowitz landet bis zur Hälfte des Aluminiums in einer Stadt nicht einmal im Recyclingsystem, sondern direkt im Restmüll.
- Sortera eröffnet zweiten Standort in Tennessee, Kapazität: 240 Mio. Pfund, davon 90–100% Aluminium.
- Die USA verbrauchten im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Metrische Tonnen Aluminium.
- Amp-System nutzt sichtbares Licht und Infrarotkameras kombiniert mit Roboterarmen und Luftdüsen.
- Amp gibt >90% Genauigkeit bei der Rückgewinnung spezifischer Materialien an.
- Aluminium macht laut Horowitz nur 1% des Müllstroms aus, erzielt aber über 1.000 US-Dollar pro Tonne.
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