
Google gewährt Pentagon uneingeschränkten KI-Zugang nach Anthropics Weigerung
Der Google-Deal mit dem US-Verteidigungsministerium (DoD) erlaubt weitgehend uneingeschränkte Nutzung von Googles KI in klassifizierten Netzwerken – ein Schritt, den Anthropic zuvor explizit verweigert hatte. Anthropic hatte darauf bestanden, Guardrails gegen den Einsatz seiner KI zur inländischen Massenüberwachung und in autonomen Waffensystemen vertraglich zu verankern. Das DoD reagierte auf Anthropics Weigerung mit der Einstufung als „Supply-Chain-Risiko", einer Bezeichnung, die üblicherweise für ausländische Gegner reserviert ist. Daraus entstand ein Rechtsstreit, in dem ein Richter Anthropic zuletzt eine einstweilige Verfügung gegen diese Einstufung gewährte. Google folgte damit OpenAI und Elon Musks xAI, die nach Anthropics öffentlichem Nein ebenfalls rasch entsprechende Pentagon-Verträge abschlossen. Googles Vertrag enthält laut Wall Street Journal ähnliche Formulierungen wie der OpenAI-Vertrag, die eine Nutzung für Massenüberwachung oder autonome Waffen ausschließen sollen – ob diese Klauseln jedoch rechtlich bindend und durchsetzbar sind, bleibt unklar. Intern regt sich Widerstand: 950 Google-Mitarbeiter haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie das Unternehmen auffordern, Anthropics Beispiel zu folgen und ohne vergleichbare Guardrails keine KI ans Verteidigungsministerium zu verkaufen.
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