
Bauprobleme treffen 40 % der US-Rechenzentren: Energie und Widerstand bremsen KI-Infrastruktur
Die Analyse basiert auf Satellitendaten des Geodaten-Unternehmens SynMax sowie auf Genehmigungsdokumenten und öffentlichen Aussagen des Branchenforschungsunternehmens IIR Energy – ausgewertet von der Financial Times. Konkret wurden Fortschritte bei Landrodung und Fundamentlegung mit geplanten Fertigstellungsterminen abgeglichen. Dabei zeigt sich, dass Projekte von Microsoft, Oracle und OpenAI voraussichtlich um mehr als drei Monate hinter den ursprünglichen Zeitplänen zurückbleiben werden. Befragte Bauausführende bei OpenAI-Projekten nannten explizit den Mangel an Elektrikern und Rohrschlossern als begrenzenden Faktor. Neben dem Arbeitskräftemangel erschweren Zölle auf chinesische Importgüter wie Transformatoren die Lage zusätzlich; viele Betreiber weichen daher auf mobile Gasgeneratoren auf Sattelzügen sowie auf Turbinen aus, die ursprünglich für Flugzeuge und Kriegsschiffe entwickelt wurden. Gesellschaftlicher Widerstand nimmt ebenfalls zu: Virginia, das sich selbst als „Rechenzentrumshauptstadt der Welt" bezeichnet, verzeichnet laut einer aktuellen Umfrage eine Mehrheit der Bevölkerung mit Bedenken zu Flächenverbrauch, Umweltauswirkungen und steigenden Stromrechnungen. Maine ging am weitesten und verabschiedete als erster US-Bundesstaat ein 18-monatiges Moratorium für neue Rechenzentren mit mehr als 20 Megawatt Leistungsbedarf – die Entscheidung über Veto oder Inkrafttreten liegt noch bei Gouverneurin Janet Mills.
- SynMax nutzte seine Vulcan Platform mit Drohnen-Thermalkameras und RGB-Bildgebung, u. a. an einem Rechenzentrum in Garland, Texas, sowie an einem Stargate-assoziierten Standort.
- Die Trump-Administration kündigte im März 2026 einen 'Ratepayer Protection Pledge' an, dem sich große Technologieunternehmen anschlossen – der Pakt hat jedoch keine rechtlich bindende Wirkung.
- Microsoft verpflichtete sich als Einzelmaßnahme, die vollen Stromkosten seiner Rechenzentren selbst zu tragen, um regionale Tariferhöhungen für Haushalte zu verhindern.
- Maine-Gesetzgeber stimmten als Erste in den USA für ein 18-monatiges Genehmigungsmoratorium für Rechenzentren über 20 Megawatt; Gouverneurin Janet Mills muss noch entscheiden.
- Marktanalyst Cleanview dokumentierte den Einsatz von mobilen Gasgeneratoren auf Semi-Trucks sowie von Turbinen mit Ursprung in Luft- und Seerüstung als Notbehelf bei der Stromversorgung.
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