Claude 3.5 Sonnet vs. DeepSeek V3: Winkelkonvention-Konflikt im Doppelpendel
Der Reddit-Nutzer Independent_Plum_489 beschreibt ein Experiment mit seinem Projekt „Physics Bench" (gebaut mit Verdent): Dasselbe Doppelpendel-Problem wurde simultan an Claude 3.5 Sonnet und DeepSeek V3 über OpenRouter geschickt, unter identischen Startbedingungen (θ1 = π/2, θ2 = π/2, beide Winkelgeschwindigkeiten null). Der Host-Renderer in public/workers/simulator-host.js liest die Winkel direkt aus dem getInfo()-Output der Modelle und zeichnet beide Bobs mit identischem Code. Schon in der ersten Sekunde der Simulation zeigte sich: Claudes Pendel hing erwartungsgemäß nach unten, DeepSeeks Pendel zeigte nach oben – ein klassischer Vorzeichenkonflikt bei der Referenzachse. Besonders brisant: Beide Modelle hatten die vorgeschriebene Winkelkonvention in ihrem Chain-of-Thought ausdrücklich bestätigt, bevor sie Code schrieben, der ihr widerspricht. Der Vertrag ist bewusst eng gefasst – Modelle implementieren nur step(dt), getInfo() und reset(), nie eine eigene Zeichenfunktion. Damit kann kein Modell einen Konventionsfehler hinter eigenem Rendering verstecken. Neben dem Vorzeichenflip hat der Autor auch abweichende Vorzeichen beim Gravitationsmoment beobachtet, was zu langsamerem, weniger auffälligem Drift führt. Ein Korrektur-Loop speist Fehler (NaN-Propagation, Token-Limit SIMULATOR_MAX_TOKENS = 16000) als User-Message zurück in dieselbe Konversation.
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