
Bürgerprotest in Pennsylvania gegen Datenzentrum-Boom
Bei einer online abgehaltenen Townhall, organisiert von der Umwelt-NGO Better Path Coalition, sprachen über 20 Redner gegen den rapiden Ausbau von Rechenzentren in Pennsylvania. Mehr als 60 Projekte befinden sich laut dem Data Center Proposal Tracker im Genehmigungsverfahren oder bereits im Bau. Kritisiert werden vor allem steigende Stromkosten, hoher Wasserverbrauch, Lärm und fehlende Transparenz gegenüber betroffenen Gemeinden. Gouverneur Josh Shapiro, der Rechenzentren aktiv umworben hat, stand im Mittelpunkt der Kritik. Er hatte im Februar Mindeststandards vorgeschlagen: Neubauten sollen eigene Stromversorgung sicherstellen oder die Netzinfrastruktur vollständig finanzieren. Umstritten ist zudem HB 2151, ein Gesetzentwurf, der Kommunen Musterverordnungen für Genehmigungsverfahren bereitstellen soll – Kritiker befürchten, er begünstigt die Industrie. Republikanischer Abgeordneter Jamie Walsh verwies auf Pennsylvanias Steuergesetz von 2021, das Entwickler von der Umsatz- und Nutzungssteuer befreit – ein Vorteil gegenüber Virginia – und fordert dessen Abschaffung. Die Facebook-Gruppe Pennsylvania Data Center Resistance wuchs seit Januar 2026 auf über 12.000 Mitglieder an.
- Quinnipiac-Umfrage (Februar 2026): 68 % der registrierten Wähler in Pennsylvania lehnen ein KI-Datenzentrum in ihrer Gemeinde ab.
- Emerson-College-Umfrage (November 2025): 38 % für, 35 % gegen Datenzentrum-Entwicklung im Bundesstaat insgesamt.
- Laut Data Center Proposal Tracker gibt es in Pennsylvania knapp 60 offiziell beantragte oder im Bau befindliche Rechenzentren.
- Projekt Boson in Archbald: geplantes Rechenzentrum mit ca. 57.600 m² Fläche, umgeben von Wohnhäusern und einer Schule.
- Gesetz von 2021 befreit Datenzentren in Pennsylvania von der Umsatz- und Nutzungssteuer – laut Rep. Walsh ein wesentlicher Treiber des Booms.
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Bei einer online abgehaltenen Townhall, organisiert von der Umwelt-NGO Better Path Coalition, sprachen über 20 Redner gegen den rapiden Ausbau von Rechenzentren in Pennsylvania. Mehr als 60 Projekte befinden sich laut dem Data Center Proposal Tracker im Genehmigungsverfahren oder bereits im Bau. Kritisiert werden vor allem steigende Stromkosten, hoher Wasserverbrauch, Lärm und fehlende Transparenz gegenüber betroffenen Gemeinden. Gouverneur Josh Shapiro, der Rechenzentren aktiv umworben hat, stand im Mittelpunkt der Kritik. Er hatte im Februar Mindeststandards vorgeschlagen: Neubauten sollen eigene Stromversorgung sicherstellen oder die Netzinfrastruktur vollständig finanzieren. Umstritten ist zudem HB 2151, ein Gesetzentwurf, der Kommunen Musterverordnungen für Genehmigungsverfahren bereitstellen soll – Kritiker befürchten, er begünstigt die Industrie. Republikanischer Abgeordneter Jamie Walsh verwies auf Pennsylvanias Steuergesetz von 2021, das Entwickler von der Umsatz- und Nutzungssteuer befreit – ein Vorteil gegenüber Virginia – und fordert dessen Abschaffung. Die Facebook-Gruppe Pennsylvania Data Center Resistance wuchs seit Januar 2026 auf über 12.000 Mitglieder an.
- Quinnipiac-Umfrage (Februar 2026): 68 % der registrierten Wähler in Pennsylvania lehnen ein KI-Datenzentrum in ihrer Gemeinde ab.
- Emerson-College-Umfrage (November 2025): 38 % für, 35 % gegen Datenzentrum-Entwicklung im Bundesstaat insgesamt.
- Laut Data Center Proposal Tracker gibt es in Pennsylvania knapp 60 offiziell beantragte oder im Bau befindliche Rechenzentren.
- Projekt Boson in Archbald: geplantes Rechenzentrum mit ca. 57.600 m² Fläche, umgeben von Wohnhäusern und einer Schule.
- Gesetz von 2021 befreit Datenzentren in Pennsylvania von der Umsatz- und Nutzungssteuer – laut Rep. Walsh ein wesentlicher Treiber des Booms.
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