
Autoren fordern höhere Auszahlungen aus Anthropics 1,5-Mrd.-Dollar-Urheberrechtsvergleich
US-Bezirksrichterin Araceli Martinez-Olguin hat die endgültige Genehmigung des bislang größten Urheberrechtsvergleichs in der US-Geschichte vorerst verweigert. Anthropic hatte sich bereit erklärt, 1,5 Milliarden Dollar für die massenhafte Nutzung urheberrechtlich geschützter Bücher zum Training seiner KI-Modelle zu zahlen. Doch mehrere Klassenvertreter und Einwände-Führende kritisieren, dass Anwälte über 320 Millionen Dollar – also fast ein Drittel des Gesamtfonds – beanspruchen, während einzelne Autoren nur rund 3.000 Dollar erhalten sollen. Objector Pierce Story schätzte, dass die Anwaltsgebühren umgerechnet zwischen 10.000 und 12.000 Dollar pro Stunde entsprechen. Er und andere fordern, dass eine großzügige Anwaltsvergütung von 70 Millionen Dollar bereits eine 25-prozentige Erhöhung der Einzelauszahlungen ermöglichen würde. Zudem verlangen manche Kläger, dass Anthropic alle digitalen und physischen Kopien der widerrechtlich genutzten Werke vernichtet. 25 Klassenvertreter haben sich inzwischen ausgeklinkt und eine neue Klage eingereicht. Autoren müssen bis zum 21. Mai auf die Einwände reagieren; Anthropic muss gleichzeitig darlegen, warum verspätete Opt-outs nicht anerkannt werden sollten.
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