
Agentic AI vs. Automation: Warum die meisten Agents nur Flowcharts sind
Autor Prashant Mudgal, der nach eigenen Angaben mehrere Monate in der Luftfahrtwartung verbracht hat, entwickelt seinen Kerngedanken aus einer realen Diskussion nach einem Kundenseminar: Die Gruppe von Praktikern, die Agentensysteme architektiert und gepitcht hatten, fand es überraschend schwer, ein einziges Beispiel zu nennen, das einer 30-sekündigen Überprüfung standhielt. Das von ihm zunächst gewählte Ankerbeispiel – ein Agent, der nach einem ECAM-Fehler AIR PACK 1 FAULT auf einem A320 schrittweise CFDS, TSM, AMOS und MEL konsultiert und eine Empfehlung zum Cat-C-Defer mit FCV-Bestellung erstellt – verwirft er selbst: Weil ein erfahrener Ingenieur diesen Entscheidungsbaum vorab hätte spezifizieren können, handelt es sich trotz Komplexität nur um einen elaborierten Flowchart. Die eigentliche Trennlinie zieht Mudgal zwischen „known unknowns" (Automation weiß, was sie prüfen muss, nur nicht das Ergebnis) und „unknown unknowns" (der Agent weiß erst durch die Entdeckung selbst, was als nächstes relevant wird). Als belastbare Gegenbeispiele nennt er M&A-Due-Diligence, bei der ein ungewöhnlicher Haftungspassus in einem Lieferantenvertrag den Agenten zu einem regulatorischen Dokument führt, das eine informelle Umweltuntersuchung enthüllt – etwas, das auf keiner Checkliste stand. Ein zweites Beispiel zeigt einen Agenten, der Produktbeschwerden über eine Feuchtigkeitscreme nicht nur routet, sondern eigenständig die Schnittmenge aus Klimazone, Saisonalität und Einzelhandelskette entdeckt und damit ein mögliches Rückrufrisiko identifiziert, bevor ein Mensch die Punkte verbunden hat.
- A320-Beispiel mit ECAM-Meldung AIR PACK 1 FAULT: Agent kombiniert CFDS-Fehlerhistorie, TSM, AMOS-Lagerbestand und MEL-Kategorien — verwirft Mudgal selbst als bloßen Flowchart.
- Entscheidungstest: Wäre der Prozess von einem kompetenten Fachmann vorab als Flowchart spezifizierbar? Wenn ja, ist eine Workflow-Engine günstiger, schneller und zuverlässiger.
- M&A-Due-Diligence über 3.000 Seiten Verträge dient als Positivbeispiel: Agent entdeckt informelle Umweltuntersuchung, die in keinem Datenraum-Dokument auftaucht.
- Produktbeschwerde-Beispiel: Agent findet ohne Auftrag die Kombination aus Klimazone, Sommermonaten und einem Einzelhändler und leitet daraus ein mögliches Cold-Chain- oder Formulierungsproblem ab.
- Mudgal zufolge haben Unternehmen jahrelang bewusst Offenheit (open-ended state) aus Prozessen herausdesignt — daher die strukturelle Seltenheit echter Agenten-Use-Cases.
Frag die KI zum Artikel
Folgefragen zu Headline, Quelle und Volltext — Antwort streamt in wenigen Sekunden.
Verwandte Beiträge
- MEINUNGtowardsdatascience.com2w
8 Tipps für effektive Agent-Instructions in Agentic AI
- FORSCHUNGarxiv.org1w
AgentFactory: Framework optimiert Agentensysteme automatisch über 8 Benchmarks
- MEINUNGtowardsdatascience.com3w
5 Prinzipien für vertrauenswürdige Enterprise-Agent-Systeme in Produktion
- FORSCHUNGhuggingface.co2w
Survey zu agentischer Artefakt-Erstellung analysiert 259 Arbeiten

Agentic AI vs. Automation: Warum die meisten Agents nur Flowcharts sind
Autor Prashant Mudgal, der nach eigenen Angaben mehrere Monate in der Luftfahrtwartung verbracht hat, entwickelt seinen Kerngedanken aus einer realen Diskussion nach einem Kundenseminar: Die Gruppe von Praktikern, die Agentensysteme architektiert und gepitcht hatten, fand es überraschend schwer, ein einziges Beispiel zu nennen, das einer 30-sekündigen Überprüfung standhielt. Das von ihm zunächst gewählte Ankerbeispiel – ein Agent, der nach einem ECAM-Fehler AIR PACK 1 FAULT auf einem A320 schrittweise CFDS, TSM, AMOS und MEL konsultiert und eine Empfehlung zum Cat-C-Defer mit FCV-Bestellung erstellt – verwirft er selbst: Weil ein erfahrener Ingenieur diesen Entscheidungsbaum vorab hätte spezifizieren können, handelt es sich trotz Komplexität nur um einen elaborierten Flowchart. Die eigentliche Trennlinie zieht Mudgal zwischen „known unknowns" (Automation weiß, was sie prüfen muss, nur nicht das Ergebnis) und „unknown unknowns" (der Agent weiß erst durch die Entdeckung selbst, was als nächstes relevant wird). Als belastbare Gegenbeispiele nennt er M&A-Due-Diligence, bei der ein ungewöhnlicher Haftungspassus in einem Lieferantenvertrag den Agenten zu einem regulatorischen Dokument führt, das eine informelle Umweltuntersuchung enthüllt – etwas, das auf keiner Checkliste stand. Ein zweites Beispiel zeigt einen Agenten, der Produktbeschwerden über eine Feuchtigkeitscreme nicht nur routet, sondern eigenständig die Schnittmenge aus Klimazone, Saisonalität und Einzelhandelskette entdeckt und damit ein mögliches Rückrufrisiko identifiziert, bevor ein Mensch die Punkte verbunden hat.
- A320-Beispiel mit ECAM-Meldung AIR PACK 1 FAULT: Agent kombiniert CFDS-Fehlerhistorie, TSM, AMOS-Lagerbestand und MEL-Kategorien — verwirft Mudgal selbst als bloßen Flowchart.
- Entscheidungstest: Wäre der Prozess von einem kompetenten Fachmann vorab als Flowchart spezifizierbar? Wenn ja, ist eine Workflow-Engine günstiger, schneller und zuverlässiger.
- M&A-Due-Diligence über 3.000 Seiten Verträge dient als Positivbeispiel: Agent entdeckt informelle Umweltuntersuchung, die in keinem Datenraum-Dokument auftaucht.
- Produktbeschwerde-Beispiel: Agent findet ohne Auftrag die Kombination aus Klimazone, Sommermonaten und einem Einzelhändler und leitet daraus ein mögliches Cold-Chain- oder Formulierungsproblem ab.
- Mudgal zufolge haben Unternehmen jahrelang bewusst Offenheit (open-ended state) aus Prozessen herausdesignt — daher die strukturelle Seltenheit echter Agenten-Use-Cases.
Frag die KI zum Artikel
Folgefragen zu Headline, Quelle und Volltext — Antwort streamt in wenigen Sekunden.
Verwandte Beiträge
- MEINUNGtowardsdatascience.com2w
8 Tipps für effektive Agent-Instructions in Agentic AI
- FORSCHUNGarxiv.org1w
AgentFactory: Framework optimiert Agentensysteme automatisch über 8 Benchmarks
- MEINUNGtowardsdatascience.com3w
5 Prinzipien für vertrauenswürdige Enterprise-Agent-Systeme in Produktion
- FORSCHUNGhuggingface.co2w
Survey zu agentischer Artefakt-Erstellung analysiert 259 Arbeiten