
ISACA-Studie: Mehrheit der Unternehmen ohne Plan für KI-Systemvorfälle
Die ISACA – eine internationale Fachorganisation für IT-Governance, Sicherheit und Prüfung – hat Forschungsergebnisse veröffentlicht, die eine erhebliche Lücke im Umgang von Unternehmen mit KI-Systemvorfällen belegen. Befragt wurden Organisationen, die KI-Systeme im Einsatz haben; die Mehrheit konnte weder angeben, wie schnell sie im Krisenfall ein KI-System stoppen könnten, noch wie sie über einen solchen Vorfall berichten würden. Dies ist bemerkenswert, da klassische IT-Incident-Response-Prozesse in vielen Unternehmen seit Jahren etabliert sind – für KI-spezifische Szenarien fehlt eine vergleichbare Reife jedoch weitgehend. KI-Vorfälle unterscheiden sich von herkömmlichen IT-Ausfällen: Sie können durch Datenvergiftung, Modell-Manipulation, adversarielle Angriffe oder schlicht unerwartetes Systemverhalten entstehen und sind oft schwerer zu erkennen und einzugrenzen. Die ISACA empfiehlt daher, dedizierte Incident-Response-Pläne zu entwickeln, die spezifisch auf KI-Systeme zugeschnitten sind und Rollen, Eskalationswege sowie Kommunikationspflichten klar definieren. Fehlende Vorbereitungsmaßnahmen erhöhen nicht nur das operative Risiko, sondern auch die rechtliche Haftung – insbesondere im Kontext wachsender regulatorischer Anforderungen wie dem EU AI Act. Der Beitrag skizziert konkrete Schritte zur Vorbereitung und Remediation, darunter regelmäßige Übungen, klare Verantwortlichkeiten und dokumentierte Reaktionsprotokolle.
- Mehrheit der von ISACA befragten Unternehmen kann nicht angeben, wie schnell sie einen KI-Notfall stoppen könnten.
- Ebenso viele Organisationen sind laut ISACA nicht in der Lage, über einen eingetretenen KI-Systemvorfall zu berichten.
- KI-Vorfälle umfassen laut dem Beitrag Szenarien wie Fehlfunktionen, Kompromittierung und unerwartetes Systemverhalten.
- ISACA empfiehlt dedizierte, KI-spezifische Incident-Response-Pläne mit klar definierten Rollen und Eskalationswegen.
- Fehlende Prozesse erhöhen neben dem operativen Risiko auch die rechtliche Haftung im Krisenfall erheblich.
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