
MIT entwickelt Atemtest zur Pneumonie-Diagnose in Minuten
PlasmoSniff wurde am MIT entwickelt und kombiniert zwei Schritte zu einem einzigen Atemtest: Zuerst inhaliert die Patentin oder der Patient speziell konstruierte Nanopartikel, die in der Lunge mit krankheitsspezifischen Enzymen oder Proteinen reagieren. Dabei entstehen synthetische Biomarker – also künstlich erzeugte Signalmoleküle –, die über die Ausatemluft ausgeschieden werden. Ein portabler, chipgroßer Sensor fängt diese Verbindungen aus dem Atemstrom auf und weist sie nach – alles innerhalb weniger Minuten und ohne Blutabnahme oder Labor. Der Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend von herkömmlichen Pneumonie-Diagnosen, die oft Röntgenaufnahmen, Blutkultur oder PCR-Tests erfordern und Stunden bis Tage dauern. Besonders relevant ist PlasmoSniff für Umgebungen mit begrenzten Ressourcen, etwa ländliche Kliniken in Ländern mit niedrigem Einkommen, wo diagnostische Infrastruktur fehlt. Pneumonie ist weltweit eine der häufigsten infektiösen Todesursachen, besonders bei Kindern unter fünf Jahren. Ob und wann das System klinische Zulassungsstudien durchläuft, geht aus den bisher veröffentlichten Informationen nicht hervor.
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