
XCENA sichert sich 135 Mio. Dollar für Memory-nahen KI-Chip MX1
XCENA, 2022 von Samsung- und SK-Hynix-Veteranen gegründet, entwickelt einen Processing-in-Memory-Ansatz: Der Chip MX1 dockt per CXL-Schnittstelle (Compute Express Link) direkt an DRAM an und übernimmt dort Aufgaben wie Preprocessing, KV-Cache-Management und Data-Caching — Operationen, die bislang CPU-Ressourcen binden. Damit soll der ständige Datentransfer zwischen Prozessoren und Speicher entfallen, der bei jedem generierten Token eines Sprachmodells anfällt. CEO Jin Kim, CTO Dohun Kim und CPO Harry Juhyun Kim bringen jahrzehntelange Erfahrung bei den Speichergiganten Samsung und SK Hynix mit, die auch Nvidias GPU-Speicher liefern. Die Series B wurde von den Seouler VC-Firmen Atinum und IMM Investment co-angeführt, zusammen mit Corstone Asia sowie Bestandsinvestoren SBI Investment und Mirae Asset Capital. Das Gesamtkapital beläuft sich damit auf 185 Mio. Dollar. Als direkteste Wettbewerber nennt Kim die Nasdaq-notierten Unternehmen Astera Labs und Marvell. Differenzierungsmerkmal sei laut Kim die Kerndichte: Der MX1 setzt auf tausende RISC-V-Kerne, während Marvells Ansatz auf eine handvoll Universalkerne setzt. Der MX1 befindet sich noch im Prototypstadium; die Massenfertigung auf Samsungs Foundry-Linien ist bis Ende 2026 geplant.
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