KI-Kohlenhydratzählung: 27.000 Tests zeigen massive Inkonsistenz
Der Autor des Blogs Diabettech – selbst Typ-1-Diabetiker – führte ein systematisches Experiment durch: Er stellte KI-Modellen dieselbe Frage nach dem Kohlenhydratgehalt von Mahlzeiten insgesamt 27.000 Mal und analysierte die Verteilung der Antworten. Das Ergebnis ist für den medizinischen Kontext alarmierend: Die Modelle lieferten keine konsistenten Werte, sondern streuten über teils erhebliche Spannen. Für Diabetiker ist eine genaue Kohlenhydratschätzung jedoch direkt relevant für die Berechnung der Insulindosis – Abweichungen können zu Hypo- oder Hyperglykämie führen. Der Test beleuchtet ein strukturelles Problem von LLMs: ihre stochastische Natur durch Temperatur-Sampling erzeugt selbst bei identischer Eingabe unterschiedliche Outputs. Der Artikel positioniert sich als praktische Warnung gegen den unkritischen Einsatz von KI-Assistenten in gesundheitssensitiven Alltagsanwendungen und hat auf Hacker News mit über 300 Kommentaren eine breite Diskussion ausgelöst.
- 27.000 identische Anfragen zum Kohlenhydratgehalt von Mahlzeiten – kein Ergebnis wurde exakt wiederholt
- Kontext: Kohlenhydratzählung ist für Typ-1-Diabetiker direkt insulindosisrelevant
- Varianz der Schätzungen war groß genug, um klinisch relevante Fehldosierungen zu verursachen
- Das Problem liegt strukturell in der Temperatur-basierten Stochastik von LLMs begründet
- HN-Diskussion mit 305 Kommentaren zeigt breites Interesse an KI-Zuverlässigkeit im Gesundheitsbereich
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