
Metas KI-Ausgaben verteuern Quest-Headsets durch steigende Komponentenpreise
Meta kündigte am 17. April 2026 eine Preiserhöhung für seine Quest-VR-Headsets an, die ab dem 19. April greift und je nach Modell zwischen 50 und 100 US-Dollar beträgt – das entspricht einem Anstieg von rund 12 bis 20 Prozent. Als offizielle Begründung nannte das Unternehmen einen globalen Preisanstieg bei kritischen Komponenten, insbesondere Speicherchips, der nahezu alle Kategorien von Unterhaltungselektronik betreffe. Ironischerweise ist Meta selbst mitverantwortlich für diesen Engpass: Für 2026 hat das Unternehmen Kapitalausgaben von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar angekündigt, der Großteil davon fließt in KI-Infrastruktur. Konkret investierte Meta zuletzt 21 Milliarden US-Dollar zusätzlich in den Rechenzentrumsanbieter CoreWeave sowie 10 Milliarden US-Dollar in ein geplantes Rechenzentrum in El Paso. Diese massiven GPU- und Speicher-intensiven Investitionen tragen zur Verknappung genau jener Komponenten bei, die auch in Quest-Headsets verbaut werden. Der Kontrast zum Metaverse-Kurs ist dabei bemerkenswert: Metas Reality-Labs-Sparte hat seit ihrer Gründung kumulierte Verluste von 73 Milliarden US-Dollar angehäuft, während Berichte über Budgetkürzungen von bis zu 30 Prozent für die Metaverse-Abteilung zeigen, dass VR intern deutlich an Priorität verloren hat.
- Quest 3 (512 GB) steigt von 500 auf 600 USD (+20 %), das stärkste Plus aller drei Modelle.
- Meta plant für 2026 Capex von 115–135 Mrd. USD – mehr als doppelt so viel wie die 72 Mrd. USD im Jahr 2025.
- Metas Ausgaben sind Teil von branchenweit 630 Mrd. USD an zugesagten KI-Infrastrukturinvestitionen für 2026 (laut CNBC).
- CoreWeave erhält von Meta insgesamt 35,2 Mrd. USD: 14,2 Mrd. ursprünglich zugesagt plus 21 Mrd. USD neu angekündigt.
- Reality Labs verbuchte kumulierte Verluste von 73 Mrd. USD; Berichte sprechen von geplanten Budgetkürzungen von bis zu 30 %.
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