
Cisco streicht 4.000 Stellen trotz Rekordquartalsumsatz – AI als Begründung
Cisco gab am 14. Mai 2026 bekannt, knapp 4.000 Stellen zu streichen – etwa 5 % der gesamten Belegschaft. Gleichzeitig vermeldete der Netzwerkausrüster einen Rekordquartalsumsatz mit „zweistelligem Wachstum" im dritten Fiskalquartal, der über den Erwartungen der Analysten lag. CEO Chuck Robbins begründete den Stellenabbau in einem Blogbeitrag mit einer Neuausrichtung der „Kostenstruktur" und strategischen Investitionen in KI und Cybersicherheit. Letzteres ist auch auf anhaltende Sicherheitsprobleme zurückzuführen: In Ciscos Routern und Firewalls wurden zuletzt mehrere kritische Schwachstellen entdeckt, über die Hacker in Netzwerke von Unternehmenskunden – darunter US-Behörden – eindringen konnten. 2025 gab es zudem einen Datenschutzvorfall, bei dem Kundendaten betroffen waren. Cisco hatte bereits 2024 in zwei getrennten Runden Tausende Stellen gestrichen und Anfang 2025 weitere 150 Positionen abgebaut. Robbins' Gesamtvergütung war laut Pflichtmitteilungen für 2025 auf mehr als 52 Millionen US-Dollar angesetzt. Auf die Frage, ob er angesichts der Entlassungen seine eigene Vergütung reduzieren werde, gab Cisco keinen Kommentar ab.
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