
Illinois verabschiedet stärkstes KI-Sicherheitsgesetz der USA trotz Trump-Widerstand
Wenige Tage nachdem Präsident Trump einen Bundesplan zur Prüfung von Frontier-KI-Modellen abrupt gestoppt hatte, verabschiedete das Illinois-Parlament mit SB 315 das bislang weitreichendste KI-Sicherheitsgesetz der USA. Das Gesetz verpflichtet die größten KI-Unternehmen, öffentliche Sicherheitspläne vorzulegen und jährliche Berichte über unabhängige Drittprüfungen ihrer Frontier-Modelle zu veröffentlichen. Kritische Sicherheitsvorfälle müssen binnen 72 Stunden gemeldet werden — bei unmittelbarer Lebens- oder Gesundheitsgefahr sogar innerhalb von 24 Stunden. Mitarbeitern werden explizite Whistleblower-Schutzrechte eingeräumt. Sowohl OpenAI (vertreten durch Global-Affairs-Chef Chris Lehane) als auch Anthropic (Cesar Fernandez, Head of State and Local Government Relations) unterstützten das Gesetz; Lehane signalisierte, ähnliche Regelungen in weiteren Bundesstaaten anstreben zu wollen. Als wahrscheinliche Auditoren gelten die Big-Four-Wirtschaftsprüfer Deloitte, EY, KPMG und PwC. Kritiker wie Adam Kovacevich von der Chamber of Progress warnen vor Haftungsrisiken durch „ungetestete Auditoren". Hauptsponsor Rep. Daniel Didech betonte, der Bundesstaat handele nur, weil der Kongress bislang keine Schritte unternommen habe. Verstöße gegen das Gesetz können zivilrechtlich sanktioniert werden; eine private Klageoption ist ausgeschlossen.
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