
Meta kündigt Vertrag mit Sama nach Enthüllungen über Ray-Ban-Datenschutzverstöße
Im Februar 2026 berichteten Mitarbeiter des kenianischen Unternehmens Sama, das Meta mit Datenannotation für die Ray-Ban Meta Smart Glasses beauftragt hatte, von verstörenden Inhalten: Sie sahen über die Brillen aufgenommenes Videomaterial, das Nutzer beim Umkleiden, beim Sex oder auf der Toilette zeigte. Sama arbeitete für Meta an Video-, Bild- und Sprachannotation zur Verbesserung der KI-Systeme der Ray-Ban-Brille. Weniger als zwei Monate nach dem Bericht schwedischer und kenianischer Journalisten beendete Meta den Vertrag – laut Sama zum Nachteil von 1.108 Beschäftigten. Meta begründete den Schritt damit, Sama erfülle die eigenen Standards nicht, nannte jedoch keine konkreten Mängel. Sama wies die Vorwürfe zurück und erklärte, zu keinem Zeitpunkt über etwaige Defizite informiert worden zu sein. Sowohl die britische Datenschutzbehörde ICO als auch Kenias Data Protection Commissioner haben Untersuchungen eingeleitet. Im März 2026 wurde zudem in Kalifornien eine Sammelklage gegen Meta und Luxottica of America eingereicht, die Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze geltend macht und Produktänderungen fordert.
- 1.108 Sama-Mitarbeiter in Kenia verloren laut Unternehmen ihren Arbeitsplatz durch die Vertragskündigung.
- Meta bestätigte, Nutzerinhalte an Auftragnehmer weiterzugeben, um KI-Erfahrungen zu verbessern – mit angeblicher Einwilligung und Gesichtsunschärfe.
- Sama-Arbeiter vermuteten, dass die Kündigung eine Vergeltung für ihre öffentlichen Aussagen war.
- Britische ICO und Kenias Data Protection Commissioner haben formelle Untersuchungen eingeleitet.
- US-Sammelklage fordert Schadensersatz, Strafzahlungen und eine gerichtliche Verfügung zur Produktänderung.
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