
KI-gestütztes Autodesign: GM und Nissan erproben Neural Concept
Der traditionelle Automobildesignprozess beginnt mit einer Handskizze, die dann durch zahllose Iterationen aus allen Winkeln verfeinert wird, bevor sie manuell in ein 3D-Modell überführt wird – ein Verfahren, das von der ersten Idee bis zur Serienreife oft mehr als fünf Jahre in Anspruch nimmt. Hersteller wie GM und Nissan setzen nun auf KI-gestützte Werkzeuge, darunter die Plattform Neural Concept, um einzelne Schritte dieses langwierigen Prozesses zu automatisieren und zu beschleunigen. Neural Concept ist ein auf generative und simulationsgestützte KI spezialisiertes Softwareunternehmen, dessen Tools ursprünglich für technische Optimierungen in der Luft- und Raumfahrt entwickelt wurden und nun auch im Fahrzeugdesign Einzug halten. Der Auszug weist darauf hin, dass viele der Neumodelle, die derzeit bei Händlern stehen, auf Entwürfen aus den Jahren 2020 oder 2021 basieren – also aus einer Zeit, als Förderprogramme für alternative Antriebe noch weit verbreitet waren und andere Marktbedingungen galten. Diese zeitliche Verschiebung verdeutlicht, wie stark verkürzte Entwicklungszyklen die Reaktionsfähigkeit der Hersteller auf veränderte Marktlagen verbessern könnten. Die Integration von KI in den Designworkflow betrifft dabei nicht nur die rein ästhetische Gestaltung, sondern potenziell auch aerodynamische Simulationen und die Überprüfung technischer Randbedingungen in frühen Entwurfsphasen. Die Branche steht damit vor der Frage, wie sich kreative Handarbeit – das Skizzieren und Tonmodell-Sculpting – sinnvoll mit automatisierten KI-Prozessen verbinden lässt.
- Neural Concept ist die namentlich genannte KI-Plattform, die sowohl GM als auch Nissan im Designprozess einsetzen.
- Viele im Sommer 2026 bei Händlern stehende Neumodelle wurden erstmals 2020 oder 2021 skizziert – ein Beleg für die Länge klassischer Entwicklungszyklen.
- Traditionell werden 3D-Modelle nach der Skizzenphase per Hand erstellt; aufwendige Tonmodelle dienen zur physischen Visualisierung von Linien und Profilen.
- Der Designprozess umfasst laut Artikel nicht nur Ästhetik, sondern auch eine ausgedehnte Iterations- und Verfeinerungsphase aus allen Blickwinkeln, bevor ein Modell die digitale Phase verlässt.
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