
Günstige Tauchroboter sollen Tiefseeforschung und Rohstoffabbau revolutionieren
Das US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betreibt derzeit mit dem Forschungsschiff Rainier eine Mission im Pazifik, etwa auf halbem Weg zwischen Australien und Südamerika. Ziel ist die Kartierung von mehr als 8.000 Quadrat-Seemeilen Meeresgrund zur Identifikation kritischer Minerallagerstätten – darunter vermutlich Manganknollen und kobaltreiche Krusten, die für Batterien und Elektronik benötigt werden. Neu ist der Einsatz kostengünstiger, autonomer Unterwasserfahrzeuge, die sich vom Meeresboden abstoßen und so größere Flächen abdecken können als herkömmliche, teure ROVs oder AUVs. Die Technologie verspricht, die Explorationskosten signifikant zu senken und damit einen Engpass in der Tiefseeforschung zu beseitigen. Die Mission läuft über einen Monat. Kritiker weisen darauf hin, dass eine Intensivierung des Tiefseebergbaus empfindliche Ökosysteme in noch weitgehend unerforschten Regionen gefährden könnte.
- NOAA-Schiff Rainier kartiert über 8.000 Quadrat-Seemeilen Pazifikboden auf der Suche nach kritischen Mineralien.
- Einsatz neuartiger, günstiger autonomer Unterwasserfahrzeuge mit 'Seafloor-Hopping'-Technik über einen Monat.
- Mission liegt geografisch zwischen Australien und Südamerika – einer kaum erforschten Tiefseeregion.
- Günstigere Sonden könnten Tiefseeforschung demokratisieren und gleichzeitig kommerziellen Bergbauinteressen dienen.
- Umweltbedenken: Tiefseeökosysteme gelten als besonders sensibel und wenig verstanden.
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