
Anthropics Mythos findet hunderte Firefox-Sicherheitslücken – inklusive 15 Jahre alter Bugs
Nachdem Anthropic sein Mythos-Modell im April 2026 vorgestellt hatte, berichtete das Labor, das Modell sei so leistungsfähig bei der Entdeckung von Software-Schwachstellen, dass Tausende hochgradige Bugs gefunden wurden, bevor das System öffentlich gemacht werden konnte. Mozilla hat nun erstmals detailliert beschrieben, wie dieser Prozess in der Praxis bei Firefox aussieht. Im April 2026 wurden 423 Bug-Fixes ausgeliefert – ein drastischer Anstieg gegenüber 31 Fixes im April 2025. Mozilla-Forscher veröffentlichten Details zu 12 entdeckten Schwachstellen, darunter zwei ungewöhnliche Sandbox-Lücken und ein 15 Jahre alter Fehler im HTML-Parsing. Distinguished Engineer Brian Grinstead bestätigte, dass Mythos mehr Sandbox-Bugs findet als menschliche Sicherheitsforscher – obwohl Mozillas Bug-Bounty-Programm für solche Funde bis zu 20.000 USD ausschüttet, den höchsten verfügbaren Betrag. Agentische Systeme, die ihre eigene Arbeit evaluieren und Falschpositive herausfiltern, haben laut Mozilla eine entscheidende Qualitätsschwelle überschritten. Beim Beheben der Bugs setzt Mozilla weiterhin auf menschliche Ingenieure: KI-generierte Patches dienen lediglich als Vorlage. Anthropic-CEO Dario Amodei zeigte sich optimistisch, dass die neuen Tools letztlich den Verteidigern zugutekommen, da die Zahl behebbarer Bugs endlich sei.
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