
Humanoider Roboter gewinnt Halbmarathon gegen Menschen und setzt Weltrekord
Am 19. April 2026 traten in Peking rund 300 humanoide Roboter von etwa 100 überwiegend chinesischen Teams bei einem Halbmarathon an – parallel zu 12.000 menschlichen Läufern auf einer eigenen Strecke. Den Sieg holte ein Roboter des chinesischen Smartphone-Herstellers Honor mit einer Zeit von 50 Minuten und 26 Sekunden und unterbot damit den menschlichen Weltrekord von 57 Minuten und 20 Sekunden, den der ugandische Läufer Jacob Kiplimo beim Lissabon-Halbmarathon aufgestellt hatte. Das Honor-Modell absolvierte die 21 Kilometer vollständig autonom. Zum Vergleich: Beim ersten Roboter-Halbmarathon im Vorjahr hatte der schnellste Roboter noch 2 Stunden und 40 Minuten benötigt – damals langsamer als der menschliche Sieger desselben Events. Honor war erst 2025 in die Robotik eingestiegen; der Sieg über etablierte Konkurrenten wie Unitree gilt daher als besonders bemerkenswert. Alle drei erstplatzierten Roboter nutzten Honours Modell „Lightning" und waren mit einem flüssigkeitsgekühlten System ausgestattet, das aus der Verbraucherelektronik abgeleitet wurde. Trotz des Rekords warnen Forscher, dass humanoide Roboter in unstrukturierten Umgebungen weiterhin erhebliche Schwächen haben – der Stanford-KI-Index 2026 sieht die stärksten Signale bislang in frühen Industriepiloten, nicht im breiten Einsatz.
- Honor-Roboter siegte mit 50:26 min – rund 7 Minuten schneller als Jacob Kiplimos menschlicher Weltrekord von 57:20 min (Lissabon-Halbmarathon).
- Die langen Beine des Honor-Roboters messen ca. 95 cm und sind nach dem Vorbild menschlicher Spitzenathleten konstruiert, so Test-Ingenieur Du Xiaodi.
- Das Kühlsystem des Roboters basiert auf Flüssigkühltechnik aus der Consumer-Electronics-Branche und könnte laut Honor auch für Industrieanwendungen adaptiert werden.
- Chinesische Firmen wie Unitree Robotics und MirrorMe Technology behaupten, ihre Roboter erreichen Sprintgeschwindigkeiten von 10 m/s – nahe an Usain Bolts Rekord-Schnitt von 10,44 m/s über 100 Meter.
- Der Stanford-KI-Index 2026 warnt, dass unklar bleibt, ob die Nachfrage nach humanoiden Robotern mit der aktuell aufgebauten Produktionskapazität Schritt halten wird.
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