
Agentic RAG: Dispatcher-Muster steuert Loops in Dokumenten-Workflows
Der Artikel ist Teil der Serie „Enterprise Document Intelligence" (Vol. 1, #13) auf Towards Data Science und bündelt Architekturmuster, die in den vorherigen Ausgaben eingeführt wurden. Im Mittelpunkt steht das Dispatcher-Muster: eine Steuerungskomponente, die in agentic RAG-Pipelines entscheidet, ob ein Retrieval-Schritt wiederholt, verfeinert oder abgebrochen werden soll. Das Muster adressiert ein zentrales Problem klassischer RAG-Systeme, die nach einem einmaligen Abruf keine Möglichkeit haben, die Qualität des Ergebnisses eigenständig zu beurteilen. Ein Dispatcher bewertet stattdessen Signale wie Relevanz-Scores, Vollständigkeit der Antwort oder Konfidenzwerte und leitet daraus die nächste Aktion ab. Die Looplogik orientiert sich an Zustandsautomaten-Konzepten: Der Dispatcher kennt definierte Abbruchbedingungen (Stop-Kriterien) und kann zwischen mehreren Retrieval-Strategien wechseln. Dies macht das Muster besonders relevant für Enterprise-Szenarien mit heterogenen Dokumentenbeständen, wo ein einzelner Retrieval-Pass selten ausreicht. Der Beitrag positioniert diese Architektur als das, was „agentic RAG" konzeptionell bedeuten sollte – nicht nur reaktives Abrufen, sondern aktive Prozesssteuerung mit definierten Entscheidungspunkten.
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