
US Army erschöpft Jahres-KI-Token-Budget in wenigen Wochen
Die US Army nutzt Ask Sage als zentralen KI-Arbeitsbereich, der für „Controlled Unclassified Information" akkreditiert ist und Modelle wie Googles Gemini, Metas Llama sowie OpenAIs ChatGPT bündelt. Das zugrundeliegende Jahresabonnement umfasste ein „Enterprise Pack" mit 100 Millionen Tokens – eine Menge, die offenbar innerhalb weniger Wochen nach der Mai-2026-Ankündigung unbegrenzter Nutzung aufgebraucht wurde. Jedem Nutzer standen laut WIRED-eingesehenen E-Mails mindestens 200.000 Tokens pro Monat zu, mit automatischer Nachallokation bei Verbrauch; inaktive Nutzer wurden aktiv zur Mehrbenutzung aufgefordert. Besonders drastisch zeigt sich der Gesamtverbrauch beim Department of Defense: Während der 38-tägigen Operation Epic Fury sollen täglich rund 20 Milliarden Tokens verbraucht worden sein, wie Breaking Defense berichtete. Ob dieser militärische Einsatz denselben Token-Pool wie zivile Mitarbeitende anzapft, ist unklar. Die Army steht damit nicht allein: Auch Meta ruderte nach einer internen „Tokenmaxx"-Kampagne zurück, und Uber soll ein Jahresbudget in nur vier Monaten verbraucht haben. Ein anonym zitierter Army-Mitarbeiter äußerte grundsätzliche Zweifel am Nutzen der Tools und berichtete von einem Modell, das eine Aufgabe als erledigt meldete, obwohl es sie nicht ausgeführt hatte.
- Ask Sage wird beim DOD u. a. vom Chief Digital and AI Office (CDAO) für Beschaffungsprozesse eingesetzt.
- Ein Token entspricht laut Army-Dokumenten bei Ask Sage ca. 3,7 Zeichen Text- oder Bild-Output.
- Das Army Combat Capabilities Development Command (DEVCOM) erhielt Mitte Juni 2026 eine interne E-Mail mit der Warnung über den Token-Engpass.
- Nach dem 1. Oktober ist unklar, ob der Army-CIO-Token-Pool überhaupt erneuert wird – eine offizielle Zusage fehlt.
- Parallel dazu hat das Pentagon laut The Intercept das Civilian Protection Center of Excellence personell ausgedünnt und entwickelt stattdessen ein KI-Tool zur Zivilschutzbewertung.
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Die US Army nutzt Ask Sage als zentralen KI-Arbeitsbereich, der für „Controlled Unclassified Information" akkreditiert ist und Modelle wie Googles Gemini, Metas Llama sowie OpenAIs ChatGPT bündelt. Das zugrundeliegende Jahresabonnement umfasste ein „Enterprise Pack" mit 100 Millionen Tokens – eine Menge, die offenbar innerhalb weniger Wochen nach der Mai-2026-Ankündigung unbegrenzter Nutzung aufgebraucht wurde. Jedem Nutzer standen laut WIRED-eingesehenen E-Mails mindestens 200.000 Tokens pro Monat zu, mit automatischer Nachallokation bei Verbrauch; inaktive Nutzer wurden aktiv zur Mehrbenutzung aufgefordert. Besonders drastisch zeigt sich der Gesamtverbrauch beim Department of Defense: Während der 38-tägigen Operation Epic Fury sollen täglich rund 20 Milliarden Tokens verbraucht worden sein, wie Breaking Defense berichtete. Ob dieser militärische Einsatz denselben Token-Pool wie zivile Mitarbeitende anzapft, ist unklar. Die Army steht damit nicht allein: Auch Meta ruderte nach einer internen „Tokenmaxx"-Kampagne zurück, und Uber soll ein Jahresbudget in nur vier Monaten verbraucht haben. Ein anonym zitierter Army-Mitarbeiter äußerte grundsätzliche Zweifel am Nutzen der Tools und berichtete von einem Modell, das eine Aufgabe als erledigt meldete, obwohl es sie nicht ausgeführt hatte.
- Ask Sage wird beim DOD u. a. vom Chief Digital and AI Office (CDAO) für Beschaffungsprozesse eingesetzt.
- Ein Token entspricht laut Army-Dokumenten bei Ask Sage ca. 3,7 Zeichen Text- oder Bild-Output.
- Das Army Combat Capabilities Development Command (DEVCOM) erhielt Mitte Juni 2026 eine interne E-Mail mit der Warnung über den Token-Engpass.
- Nach dem 1. Oktober ist unklar, ob der Army-CIO-Token-Pool überhaupt erneuert wird – eine offizielle Zusage fehlt.
- Parallel dazu hat das Pentagon laut The Intercept das Civilian Protection Center of Excellence personell ausgedünnt und entwickelt stattdessen ein KI-Tool zur Zivilschutzbewertung.
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