
Vercel nutzt design.md als universelle Design-Referenz für Coding-Agents
Vercel setzt intern sogenannte Coding-Agents ein, um Seiten zu erstellen, die visuell und konzeptionell dem eigenen Markenauftritt entsprechen. Bisher funktionierte das über eine interne Skill-Datei namens „product-design", die direkt im jeweiligen Repository neben dem Quellcode lag und Agents Zugang zum Design-System sowie Produkt-Guidelines gab. Das Problem: Außerhalb der eigenen Codebasen – etwa bei Reports, Proposals oder Einzel-Seiten in externen Tools – fehlte dieser Kontext vollständig. Der erste Versuch, „product-design" einfach als öffentlichen Prompt zu portieren, scheiterte daran, dass verschiedene Modelle dieselben, zwangsläufig subjektiven Formulierungen wie „keep the layout clean" höchst unterschiedlich interpretierten. Daraufhin entwickelte Vercel „design.md" als neue, eigenständige Datei, die von Grund auf neu geschrieben und iterativ anhand von sieben fixen Eval-Prompts aus realen Anwendungsfällen getestet wurde. Ein direkter A/B-Vergleich mit dem Renewal-Proposal-Eval zeigte, dass die Datei nicht nur die Optik, sondern auch die inhaltliche Struktur und Hierarchie der generierten Seite beeinflusste – ohne design.md entstand ein generisches SaaS-Dashboard, mit ihr eine priorisierte, datengetriebene Darstellung. Die finale Datei ist als dreischichtiges System aufgebaut und benennt explizit auch wiederkehrende unerwünschte Gestaltungsmuster, damit Agents diese erkennen und vermeiden können.
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