
S&P stuft Oracle auf BBB− herab – OpenAI als Hauptkreditrisiko
S&P Global hat Oracles Kreditrating auf „BBB−" gesenkt – die niedrigste Stufe im Investment-Grade-Bereich und nur eine Stufe über dem sogenannten Junk-Status. Auslöser der Herabstufung ist laut S&P die extreme Abhängigkeit von OpenAI, die die Ratingagentur explizit als „key credit risk" bezeichnet. Von Oracles gesamten vertraglichen Verpflichtungen in Höhe von 638 Milliarden US-Dollar entfällt rund die Hälfte auf einen einzigen Kunden: OpenAI. Diese Konzentration ist im Unternehmensanleihenbereich ungewöhnlich und macht Oracle anfällig für jeden Strategiewechsel auf Seiten des KI-Unternehmens. Sollte OpenAI seine Verträge kündigen oder nicht verlängern, stünde Oracle mit enormen Rechenzentrumskapazitäten da, für die kurzfristig kaum Ersatzabnehmer zu finden wären. Die niedrigere Kreditwürdigkeit verteuert zudem künftige Kapitalmarktfinanzierungen für Oracle, was die Investitionsfähigkeit des Unternehmens in einem ohnehin kapitalintensiven Infrastrukturgeschäft einschränkt. S&Ps Schritt verdeutlicht, wie stark die Hyperscaler-Expansion der letzten Jahre auf wenige Großkunden konzentriert ist und welche systemischen Risiken daraus entstehen können.
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