
CFTC setzt KI und Blockchain-Tools ein, um Insider-Trading auf Polymarket zu verfolgen
Die US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) geht aktiv gegen Insider-Trading auf Prediction Markets vor – auch auf Plattformen, die in den USA technisch gesperrt sind. CFTC-Chef Michael Selig bestätigte gegenüber WIRED, dass die Behörde KI-Tools zur Analyse von Handelsmustern einsetzt, darunter das Blockchain-Analysetool Chainalysis und das Marktmissbrauchs-Erkennungssystem Nasdaq Smarts. Konkreter Auslöser sind auffällige Wetten auf Polymarket rund um geopolitische Ereignisse wie den Überfall auf Venezuela und den Iran-Krieg. Im April 2026 wurde erstmals ein US-Bürger – ein Soldat der Special Forces – wegen Insider-Trading auf Polymarket verhaftet; er soll Trades im Zusammenhang mit der Festnahme von Nicolás Maduro getätigt haben. Polymarket reagierte mit eigenen Compliance-Maßnahmen: neuen Market-Integrity-Regeln, einer Partnerschaft mit Chainalysis für die Offshore-Plattform und einer Kooperation mit Palantir für US-amerikanische Sportmärkte. Konkurrent Kalshi hat bereits Kunden gesperrt, die des Insider-Tradings verdächtigt wurden. Selig signalisierte, dass die CFTC „Hunderte, wenn nicht Tausende" von Hinweisen verfolge und auch bei offshore agierenden Akteuren extraterritoriale Zuständigkeit geltend machen will – wenn auch nur in Fällen, in denen eine Verurteilung als aussichtsreich gilt.
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