KI-Wasserverbrauch in Kalifornien: Weniger als 0,7 % des menschlichen Gesamtverbrauchs
Der Wasserressourcen-Ökonom Jay Lund (California Water Blog) rechnet anhand physikalischer Grundprinzipien den tatsächlichen Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren in Kalifornien durch. Ausgangspunkt: ca. 1,4 Mio. m² Rechenzentrumsfläche im Staat, eine Wärmedissipation von 2–12 kW/m² und industrielle Kühleffizienz von 60–90 %. Daraus ergibt sich ein jährlicher Verdunstungsbereich von 32.000 bis 290.000 Acre-Fuß (taf). Zum Vergleich: Gesamter menschlicher Wasserverbrauch in Kalifornien beträgt rund 40 Millionen Acre-Fuß – der KI-Anteil liegt also bei 0,08 bis 0,7 %. Lund ließ dieselbe Berechnung von vier KI-Modellen (ChatGPT, Claude, Gemini, Co-Pilot) validieren; deren Schätzungen reichen von 2.300 bis 400.000 taf/Jahr, ein konservativer Konsensbereich liegt bei ~20.000 taf/Jahr. Der Autor kritisiert Medien und Forscher, die mangels Transparenz der Branche auf Spekulation setzen, und betont: Wasserprobleme sind lokal – in wasserarmen Regionen bleibt Standortwahl relevant, während Städte mit Überkapazitäten Rechenzentren als willkommene Abnehmer sehen könnten.
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