
Schulschiessen in Kanada: Klagen werfen OpenAI vor, ChatGPT-Täter nicht gemeldet zu haben
Mehr als acht Monate vor dem Schulmassaker im kanadischen Tumbler Ridge – einem der tödlichsten in der Geschichte Kanadas – hatten OpenAIs interne Sicherheitsexperten einen ChatGPT-Account als glaubwürdige Bedrohung für reale Gewalt eingestuft und eine Meldung an die Polizei empfohlen. Stattdessen deaktivierte OpenAI lediglich den Account und informierte den Nutzer anschließend, wie er sich mit einer neuen E-Mail-Adresse erneut anmelden könne, so die Klagen. Anwalt Jay Edelson, der ein grenzüberschreitendes Team leitet, reichte stellvertretend für sechs Familien getöteter Opfer sowie eine Mutter einer Schwerverletzten sieben Klagen in Kalifornien ein. Er behauptet, OpenAI verstecke systematisch gewaltbereite Nutzer, um Altmans Ruf und die angestrebte IPO-Bewertung von zuletzt 852 Milliarden US-Dollar zu schützen. Sam Altman hatte sich öffentlich entschuldigt und eingeräumt, dass das Nicht-Melden der Polizei ein Fehler war – Edelson wertet dies als zu spät und zu wenig. OpenAI betont eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gewaltsamer Nutzung und verweist auf bereits verstärkte Schutzmaßnahmen.
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