
Mollick: Opinionierter Guide zu den besten AI-Tools im Sommer 2026
Mollicks Guide erscheint alle paar Monate und markiert diesmal einen qualitativen Sprung: Während frühere Ausgaben vor allem Chatbot-Empfehlungen enthielten, steht nun die agentic Nutzung im Mittelpunkt. Agentic Systeme kombinieren ein starkes Sprachmodell mit Werkzeugen – Browser, Dateisystem, E-Mail –, sodass das Modell selbständig plant und über viele Arbeitsschritte hinweg handelt, ohne dass der Nutzer jeden Schritt bestätigen muss. Als konkretes Qualitätsmerkmal vergleicht Mollick zwei Versionen desselben Coding-Experiments: Ein Prompt für ein prozedurales Gebäude-Generator-Spiel, den er ursprünglich mit GPT-5 ausführte, liefert mit GPT-5.6 Sol in Codex ein deutlich komplexeres Ergebnis. Für Gelegenheitsnutzer mit niedrigen Einsätzen hält Mollick kostenlose Modelle für ausreichend; sobald aber medizinische, rechtliche oder komplexe Fachfragen im Spiel sind, empfiehlt er zwingend die leistungsstärksten verfügbaren Modelle auf hohem Thinking-Level. Für „echte Arbeit" verengt er die Auswahl auf ChatGPT (Work-Modus mit GPT-5.6 Sol) und Claude (Cowork-Modus mit Opus oder Fable), beide ab 20 US-Dollar pro Monat. Ein praktisches Beispiel illustriert den Unterschied: Auf denselben Prompt hin erstellte Claude lediglich einen E-Mail-Entwurf, während ChatGPT – aufgrund zuvor erteilter Berechtigungen – die Nachricht direkt versendete. Neben Permissions-Management warnt Mollick vor Prompt-Injection-Angriffen, bei denen fremder Text im Browser oder in E-Mails versucht, den Agenten zu manipulieren; als Schutz empfiehlt er, für alle schreibenden, kaufenden oder löschenden Aktionen die
„Until you trust the system (and understand its mistakes), leave everything to ask for approval first, which is the default.“
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