
Sony, EMI, Warner klagen Anthropic wegen Piraterie von Songbooks für KI-Training
Die Klage von Sony, EMI und Warner Chappell gegen Anthropic stützt sich maßgeblich auf interne Kommunikation, die bereits im Buchautoren-Streit aufgedeckt wurde. Mitgründer Benjamin Mann soll im Juli 2021 persönlich über BitTorrent Millionen von Büchern aus Library Genesis (LibGen) heruntergeladen haben – mit Billigung von CEO Dario Amodei, der deshalb ebenfalls als persönlicher Beklagter geführt wird. Als das FBI LibGen abschaltete, entstand daraus Z-Library und anschließend der „Pirate Library Mirror" (PiLiMi); Mann soll Mitarbeiter direkt angewiesen haben, auch diesen Mirror zu torrenten, kurz nachdem er verfügbar wurde. Der berühmt gewordene Chatverlauf, in dem ein Anthropic-Mitarbeiter „zlibrary my beloved" schrieb, dient den Publishern als Beleg für eine bewusst tolerierte Pirateriekultur im Unternehmen. Besonders brisant ist das Argument der Kläger zur Vortrainingsphase: Sie behaupten, Anthropic habe kommerzielle Claude-Modelle mit synthetischen Daten trainiert, die von nicht-kommerziellen Modellen erzeugt wurden, die ihrerseits auf LibGen/PiLiMi-Material aufbauten – womit auch indirekte Trainingsketten unter das Urheberrecht fallen könnten. Zusätzlich belegen neu entsiegelte Dokumente aus dem Buchautoren-Verfahren, dass Anthropic den LibGen-Datensatz weiterhin zur Ausgabenkontrolle (Guardrails) nutzte, selbst nachdem das Training darauf angeblich eingestellt worden war. Anthropic verweist auf das Bartz-Urteil, das KI-Training als transformative Fair Use einstufte – doch in jenem Fall scheiterten die Kläger beim Nachweis von Marktschäden, ein Argument, das Musikverla
- Benjamin Mann soll persönlich im Juli 2021 via BitTorrent auf LibGen zugegriffen haben; Dario Amodei ist als Mitbeklagter namentlich in der Klage aufgeführt.
- Die Kläger bewerten den 1,5-Milliarden-Dollar-Vergleich mit Buchautoren als unzureichend angesichts von Anthropics Unternehmensbewertung von 2 Billionen US-Dollar.
- Piratierte Songbooks sollen Werke der Beatles, Taylor-Swift-Kompilationen und VH1's '100 Greatest Songs of Rock & Roll' enthalten haben.
- Anthropic soll den LibGen-Datensatz nach Trainingsende weiterhin für Guardrail-Tests genutzt haben, um zu prüfen, ob Outputs zu nah an Quelltexten liegen – belegt durch Zeugenaussagen aus dem Buchautoren-Verfahren.
- Es ist laut Anthropic-Sprecher bereits die dritte Klage derselben Anwaltskanzlei; Anthropic beruft sich auf das Bartz-Urteil als Präzedenzfall für Fair Use bei KI-Training.
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- Benjamin Mann soll persönlich im Juli 2021 via BitTorrent auf LibGen zugegriffen haben; Dario Amodei ist als Mitbeklagter namentlich in der Klage aufgeführt.
- Die Kläger bewerten den 1,5-Milliarden-Dollar-Vergleich mit Buchautoren als unzureichend angesichts von Anthropics Unternehmensbewertung von 2 Billionen US-Dollar.
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- Anthropic soll den LibGen-Datensatz nach Trainingsende weiterhin für Guardrail-Tests genutzt haben, um zu prüfen, ob Outputs zu nah an Quelltexten liegen – belegt durch Zeugenaussagen aus dem Buchautoren-Verfahren.
- Es ist laut Anthropic-Sprecher bereits die dritte Klage derselben Anwaltskanzlei; Anthropic beruft sich auf das Bartz-Urteil als Präzedenzfall für Fair Use bei KI-Training.
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