
Sony: KI-Tools beschleunigen Spieleflut – Mockingbird macht Animation zur Sekundensache
Sony Interactive Entertainment Präsident Hideaki Nishino skizzierte in einer Investorenpräsentation, wie KI-Werkzeuge die Spieleproduktion fundamental verändern sollen. Konkret nannte er das interne Tool Mockingbird, das Rohdaten aus Motion-Capture-Aufnahmen in Spielanimationen umwandelt – Arbeit, die bisher Stunden dauerte, ist nun in einem Bruchteil einer Sekunde erledigt. Ein weiteres Machine-Learning-System analysiert Videos echter Frisuren und überträgt diese auf Animationsmodelle mit Hunderten simulierter Haarsträhnen, ohne dass Animatoren jeden Strang manuell setzen müssen. Sony Group CEO Hiroki Totoki verwies zudem auf eine Pilotpartnerschaft mit Bandai Namco, bei der „massive Geschwindigkeits- und Produktivitätssteigerungen pro Person" in der Videoproduktion erzielt wurden – allerdings war Fine-Tuning nötig, um Probleme mit Konsistenz und Steuerbarkeit generischer KI-Modelle zu beheben. Beide Manager betonten, dass menschliche Kreativität „im Mittelpunkt" bleiben müsse und KI nur als „Verstärker menschlicher Vorstellungskraft" diene. Gleichzeitig deutete Nishino an, Sony entwickle Prototypen, in denen NPCs mit KI-generierten Persönlichkeiten dynamische Spielwelten bevölkern könnten – eine Entwicklung, deren Auswirkungen auf die Rolle menschlicher Entwickler noch offen ist.
- Sony-Tool Mockingbird konvertiert Motion-Capture-Daten in Spielanimationen – von Stunden auf Sekundenbruchteile.
- ML-System verarbeitet Videos realer Frisuren und animiert automatisch Hunderte Haarsträhnen.
- Pilotprojekt mit Bandai Namco erzielte laut Totoki 'massive Geschwindigkeits- und Produktivitätssteigerungen pro Person' in der Videoproduktion.
- KI-Modelle sollen laut Nishino manuelle Kuratierung bei Spielempfehlungen bereits übertreffen.
- Sony experimentiert mit NPC-Prototypen, die durch KI eigene Persönlichkeiten und dynamische Welten erzeugen.
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