
Google Chrome installiert 4-GB-AI-Modell ohne Nutzer-Zustimmung
Der Datenschutzforscher Alexander Hanff dokumentierte den Vorgang auf macOS mit Hilfe des Kernel-Dateisystem-Eventlogs `.fseventsd`, das Chrome weder bearbeiten noch entfernen kann – ein plattformunabhängiger, manipulationssicherer Nachweis. Hanff erstellte am 23. April 2026 ein frisches Chrome-Nutzerprofil für einen automatisierten Datenschutz-Audit (WebSentinel 100-Site-Privacy-Sweep) und beobachtete dabei, dass Chrome das Verzeichnis `OptGuideOnDeviceModel` mit der Datei `weights.bin` (≈ 4 GB) ohne jede Nutzeraktion anlegte. Die Datei enthält die Gewichte für Gemini Nano, Googles On-Device-LLM, das Funktionen wie „Help me write" und On-Device-Scam-Detection antreibt. Auf Windows ist der Mechanismus durch zahlreiche unabhängige Nutzerberichte belegt: Wer `weights.bin` löscht, bekommt sie beim nächsten Chrome-Start erneut heruntergeladen, da Chrome den Installationsstatus in der Datei `Local State` speichert und beim nächsten Variations-Server-Abgleich den Download neu auslöst. Hanff zieht eine direkte Parallele zum Anthropic-Fall, den er zwei Wochen zuvor analysiert hatte: Auch dort registrierte Claude Desktop ohne Einwilligung eine Native-Messaging-Bridge in sieben Chromium-Browsern auf dem Gerät. Rechtlich sieht Hanff Verstöße gegen Art. 5(3) der ePrivacy-Direktive, gegen die DSGVO-Grundsätze aus Art. 5(1) (Rechtmäßigkeit, Fairness, Transparenz) sowie gegen die Privacy-by-Design-Pflicht aus Art. 25 DSGVO. Zusätzlich argumentiert er, dass die kumulativen CO₂-Emissionen dieses einen Modell-Rollouts für in-scope-Unternehmen unter der Corporate Sustainability Reporting Dire
- Hanff nutzte das macOS-Kernel-Log `.fseventsd` als manipulationssicheren Beweis – Chrome kann dessen Einträge weder löschen noch verändern.
- Die einzigen dauerhaften Gegenmaßnahmen sind das Deaktivieren der AI-Features über `chrome://flags`, Enterprise-Policy-Tools (für Heimnutzer kaum zugänglich) oder die vollständige Deinstallation von Chrome.
- Auf macOS wird `weights.bin` mit Berechtigung 600 (nur für den eigenen User) abgelegt; Chrome hält den Installationsstatus jedoch in der Datei `Local State` und löst den Re-Download über den Variations-Server erneut aus.
- Hanff schätzt die globalen CO₂-Emissionen eines einzigen Modell-Updates auf 6.000 bis 60.000 Tonnen CO₂-Äquivalent – je nach tatsächlicher Geräteanzahl.
- Der Artikel ist Teil einer Reihe: Bereits zuvor untersuchte Hanff, wie Anthropic eine Native-Messaging-Bridge in sieben Chromium-Browser ohne Nutzer-Einwilligung registrierte – Hanff bezeichnet beide Fälle als dasselbe strukturelle Muster.
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Der Datenschutzforscher Alexander Hanff dokumentierte den Vorgang auf macOS mit Hilfe des Kernel-Dateisystem-Eventlogs `.fseventsd`, das Chrome weder bearbeiten noch entfernen kann – ein plattformunabhängiger, manipulationssicherer Nachweis. Hanff erstellte am 23. April 2026 ein frisches Chrome-Nutzerprofil für einen automatisierten Datenschutz-Audit (WebSentinel 100-Site-Privacy-Sweep) und beobachtete dabei, dass Chrome das Verzeichnis `OptGuideOnDeviceModel` mit der Datei `weights.bin` (≈ 4 GB) ohne jede Nutzeraktion anlegte. Die Datei enthält die Gewichte für Gemini Nano, Googles On-Device-LLM, das Funktionen wie „Help me write" und On-Device-Scam-Detection antreibt. Auf Windows ist der Mechanismus durch zahlreiche unabhängige Nutzerberichte belegt: Wer `weights.bin` löscht, bekommt sie beim nächsten Chrome-Start erneut heruntergeladen, da Chrome den Installationsstatus in der Datei `Local State` speichert und beim nächsten Variations-Server-Abgleich den Download neu auslöst. Hanff zieht eine direkte Parallele zum Anthropic-Fall, den er zwei Wochen zuvor analysiert hatte: Auch dort registrierte Claude Desktop ohne Einwilligung eine Native-Messaging-Bridge in sieben Chromium-Browsern auf dem Gerät. Rechtlich sieht Hanff Verstöße gegen Art. 5(3) der ePrivacy-Direktive, gegen die DSGVO-Grundsätze aus Art. 5(1) (Rechtmäßigkeit, Fairness, Transparenz) sowie gegen die Privacy-by-Design-Pflicht aus Art. 25 DSGVO. Zusätzlich argumentiert er, dass die kumulativen CO₂-Emissionen dieses einen Modell-Rollouts für in-scope-Unternehmen unter der Corporate Sustainability Reporting Dire
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- Die einzigen dauerhaften Gegenmaßnahmen sind das Deaktivieren der AI-Features über `chrome://flags`, Enterprise-Policy-Tools (für Heimnutzer kaum zugänglich) oder die vollständige Deinstallation von Chrome.
- Auf macOS wird `weights.bin` mit Berechtigung 600 (nur für den eigenen User) abgelegt; Chrome hält den Installationsstatus jedoch in der Datei `Local State` und löst den Re-Download über den Variations-Server erneut aus.
- Hanff schätzt die globalen CO₂-Emissionen eines einzigen Modell-Updates auf 6.000 bis 60.000 Tonnen CO₂-Äquivalent – je nach tatsächlicher Geräteanzahl.
- Der Artikel ist Teil einer Reihe: Bereits zuvor untersuchte Hanff, wie Anthropic eine Native-Messaging-Bridge in sieben Chromium-Browser ohne Nutzer-Einwilligung registrierte – Hanff bezeichnet beide Fälle als dasselbe strukturelle Muster.
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