
Sony Music und Warner Chappell verklagen Anthropic wegen Copyright-Verletzung
Die Klage von Sony Music und Warner Chappell gegen Anthropic wurde beim US District Court für den Northern District of California eingereicht und richtet sich gegen die mutmaßlich unerlaubte Nutzung „zehntausender" urheberrechtlich geschützter Musikwerke beim Training des KI-Modells Claude. Neben den bis zu 150.000 US-Dollar pro verletztem Werk fordern die Kläger zusätzlich bis zu 25.000 US-Dollar für jeden Fall, in dem erkennbare Urheberrechtsinformationen (sog. Copyright Management Information) aus den Trainingsdaten entfernt wurden – ein eigenständiger Klagegrund unter dem Digital Millennium Copyright Act. Sony Music und Warner Chappell gehören zu den größten Musikverlagen weltweit und verfügen gemeinsam über ein enormes Katalog-Portfolio, was die Gesamtsumme potenziell in den Milliardenbereich treibt. Anthropic sieht sich damit einer wachsenden Klagewelle aus der Kreativwirtschaft gegenüber: Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen Vergleich mit der Buchverlags-Branche für 1,5 Milliarden US-Dollar geschlossen. Zusätzlich laufen gegen Anthropic weitere Klagen von Autoren und anderen Rechteinhabern. Die Musikindustrie hat in den vergangenen Monaten ihre juristische Offensive gegen KI-Unternehmen intensiviert und ähnliche Klagen auch gegen andere Anbieter wie Suno und Udio angestrengt. Der Ausgang des Verfahrens dürfte richtungsweisend für die Frage sein, ob und zu welchen Bedingungen KI-Unternehmen urheberrechtlich geschütztes Material für das Modelltraining verwenden dürfen.
- Klagegrund umfasst zwei Schadensposten: bis zu 150.000 USD pro verletztem Werk plus bis zu 25.000 USD pro Einzelinstanz entfernter Copyright-Management-Information.
- Eingereicht wurde die Klage beim US District Court für den Northern District of California – dem bevorzugten Gerichtsstand für Tech- und KI-Verfahren.
- Anthropic schloss kurz zuvor einen Vergleich mit der Verlagsindustrie über 1,5 Milliarden USD, was den Druck auf das Unternehmen weiter erhöht.
- Sony Music und Warner Chappell zählen zu den zwei größten Musikverlagen weltweit; der gemeinsame Katalogumfang macht die Maximalschadenssumme zu einem potenziellen Milliarden-Risiko.
- Die Musikbranche hat auch andere KI-Musikgeneratoren wie Suno und Udio wegen ähnlicher Urheberrechtsvorwürfe verklagt, was auf eine koordinierte Industriestrategie hindeutet.
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Die Klage von Sony Music und Warner Chappell gegen Anthropic wurde beim US District Court für den Northern District of California eingereicht und richtet sich gegen die mutmaßlich unerlaubte Nutzung „zehntausender" urheberrechtlich geschützter Musikwerke beim Training des KI-Modells Claude. Neben den bis zu 150.000 US-Dollar pro verletztem Werk fordern die Kläger zusätzlich bis zu 25.000 US-Dollar für jeden Fall, in dem erkennbare Urheberrechtsinformationen (sog. Copyright Management Information) aus den Trainingsdaten entfernt wurden – ein eigenständiger Klagegrund unter dem Digital Millennium Copyright Act. Sony Music und Warner Chappell gehören zu den größten Musikverlagen weltweit und verfügen gemeinsam über ein enormes Katalog-Portfolio, was die Gesamtsumme potenziell in den Milliardenbereich treibt. Anthropic sieht sich damit einer wachsenden Klagewelle aus der Kreativwirtschaft gegenüber: Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen Vergleich mit der Buchverlags-Branche für 1,5 Milliarden US-Dollar geschlossen. Zusätzlich laufen gegen Anthropic weitere Klagen von Autoren und anderen Rechteinhabern. Die Musikindustrie hat in den vergangenen Monaten ihre juristische Offensive gegen KI-Unternehmen intensiviert und ähnliche Klagen auch gegen andere Anbieter wie Suno und Udio angestrengt. Der Ausgang des Verfahrens dürfte richtungsweisend für die Frage sein, ob und zu welchen Bedingungen KI-Unternehmen urheberrechtlich geschütztes Material für das Modelltraining verwenden dürfen.
- Klagegrund umfasst zwei Schadensposten: bis zu 150.000 USD pro verletztem Werk plus bis zu 25.000 USD pro Einzelinstanz entfernter Copyright-Management-Information.
- Eingereicht wurde die Klage beim US District Court für den Northern District of California – dem bevorzugten Gerichtsstand für Tech- und KI-Verfahren.
- Anthropic schloss kurz zuvor einen Vergleich mit der Verlagsindustrie über 1,5 Milliarden USD, was den Druck auf das Unternehmen weiter erhöht.
- Sony Music und Warner Chappell zählen zu den zwei größten Musikverlagen weltweit; der gemeinsame Katalogumfang macht die Maximalschadenssumme zu einem potenziellen Milliarden-Risiko.
- Die Musikbranche hat auch andere KI-Musikgeneratoren wie Suno und Udio wegen ähnlicher Urheberrechtsvorwürfe verklagt, was auf eine koordinierte Industriestrategie hindeutet.
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