
Ocean sichert 28 Mio. USD für KI-gestützte E-Mail-Phishing-Abwehr
Shay Shwartz, der als 16-jähriger Hacker erwischt wurde und seine Karriere danach konsequent in den Bereich Cyberabwehr richtete, hat mit Ocean ein KI-natives E-Mail-Sicherheits-Startup aufgebaut. Nach rund einem Jahrzehnt in israelischen Verteidigungs- und Geheimdienstprojekten – darunter Arbeiten im Zusammenhang mit dem Iron-Dome-System – und einer Führungsrolle bei Axis (später durch HPE übernommen) gründete er vor zwei Jahren gemeinsam mit CTO Oran Moyal Ocean. Das Startup entwickelte ein Small Language Model (SLM), das eingehende E-Mails vollständig kontextuell analysiert, die Absenderintention bewertet und mit dem organisationsspezifischen Profil des Empfängers abgleicht. Laut Shwartz ermöglicht generative KI heute jedem Angreifer, massenhaft hochgradig personalisierte Spear-Phishing-Kampagnen zu automatisieren – ein Angriffsvektor, der früher nur versierten Hackern mit erheblichem Zeitaufwand offenstand. Die 28 Mio. USD Gesamtfinanzierung wurde von Lightspeed Venture Partners angeführt; beteiligt sind außerdem Picture Capital, Cerca Partners sowie prominente Angel-Investoren wie Wiz-CEO Assaf Rappaport und die Armis-Gründer Yevgeny Dibrov und Nadir Izrael (Armis wurde kürzlich für 7,75 Mrd. USD an ServiceNow verkauft). Ocean verarbeitet nach eigenen Angaben bereits monatlich Milliarden von E-Mails für Kunden wie Kayak, Kingston Technology und Headspace.
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