
NV Energy kappt Stromlieferung an Lake Tahoe zugunsten von Rechenzentren
Die kalifornische Gemeinde Lake Tahoe steht vor einer Energiekrise: Ihr lokaler Versorger Liberty Utilities bezog bislang 75 Prozent seines Stroms vom Nevada-Unternehmen NV Energy. Dieses hat jedoch angekündigt, die Liefervereinbarung bis Mai 2027 zu beenden – als wesentlicher Grund werden der rasant wachsende Energiebedarf durch Rechenzentren in Nevada genannt. Liberty zufolge könnten allein zwölf Datencenter-Projekte im Norden Nevadas bis 2033 eine Zusatznachfrage von 5.900 Megawatt erzeugen. Amazon hat bereits einen Vertrag mit NV Energy über 700 Megawatt „kohlenstoffarme Energie" für Rechenzentren in Reno unterzeichnet, darunter 100 Megawatt Geothermie. Liberty muss nun bis Mai 2027 einen neuen Lieferanten finden, der Californias Anforderungen an erneuerbare Energien erfüllt. Erschwerend kommt hinzu, dass kein einziger Regulierer die gesamte Kette von der Stromerzeugung bis zur Kundenrechnung überwacht. NV Energys neues 4,2-Milliarden-Dollar-Übertragungsnetz Greenlink West soll zwar im selben Zeitraum fertiggestellt werden, doch der Zeitplan ist eng. Einer Gallup-Umfrage vom März 2026 zufolge lehnen sieben von zehn Amerikanern KI-Rechenzentren in ihrer Nachbarschaft ab.
- Liberty Utilities bezog 75 % seines Stroms von NV Energy, das die Versorgung bis Mai 2027 einstellt.
- 12 Rechenzentrum-Projekte im Norden Nevadas könnten bis 2033 bis zu 5.900 Megawatt Zusatzbedarf erzeugen.
- Amazon schloss mit NV Energy einen Vertrag über 700 MW kohlenstoffarmer Energie für Reno-Rechenzentren ab, inkl. 100 MW Geothermie.
- NV Energys Übertragungsprojekt Greenlink West kostet 4,2 Mrd. USD und soll ebenfalls bis Mai 2027 betriebsbereit sein.
- Gallup-Umfrage (März 2026): 7 von 10 Amerikanern lehnen KI-Rechenzentren in ihrer Gemeinde ab; fast die Hälfte aller Datencenter-Projekte hat Verzögerungen.
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