
Starcloud sammelt 250 Mio. USD für orbitale KI-Inferenz-Rechenzentren
Starcloud hat im März 2026 eine Series-A-Runde über 170 Mio. USD abgeschlossen und diese nun um 250 Mio. USD erweitert, womit die Gesamtbewertung auf 2,3 Mrd. USD steigt. Das frische Kapital soll eine größere Fertigungsanlage finanzieren und die Entwicklung des Raumfahrzeugs Starcloud-3 vorantreiben, das für den Start auf Starships ausgelegt ist. Für 2027 plant das Unternehmen zunächst den Start zweier Starcloud-2-Satelliten mit je 8 kW Rechenleistung im Rideshare-Verfahren; diese sollen bereits Inferenz-Aufgaben für US-Regierungsbehörden übernehmen. Starcloud ist nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen, das derzeit eine Nvidia-H100-GPU im Orbit betreibt und darauf ein Modell trainiert hat – Daten, die direkt in die Entwicklung von Nvidias erstem weltraumspezifischen Chip, dem Vera Rubin Space-1, einfließen. CEO Philip Johnston betont, dass der schwindende Raketenmarkt zum drängendsten operativen Problem wird: Der Falcon-9-Auslauf ist für 2028 geplant, während Starship noch kein regelmäßiges Wiederverwendungsprogramm vorweisen kann. Zuletzt kündigte SpaceX-Chef Elon Musk an, den ersten Wiederverwendungsversuch einer Starship-Rakete auf Ende des Jahres oder Anfang 2027 zu verschieben. Starcloud hat bereits bei der FCC die Genehmigung für den Betrieb von 88.000 Raumfahrzeugen beantragt und beschäftigt derzeit 25 Mitarbeitende an einem 100.000-Quadratfuß-Standort in Woodinville, Washington.
- Führender Investor der Erweiterungsrunde ist Manhattan West Ventures; weitere Teilnehmer sind Benchmark, EQT, Soma, NFX, 776, Cedar Capital, Goanna Capital und Standard Capital.
- Starcloud-3 ist das größte geplante orbitale Rechenzentrum des Unternehmens und explizit für den Start an Bord von SpaceX Starship ausgelegt.
- Der Vera Rubin Space-1 ist noch nicht gebaut; Starcloud hofft, den Chip Ende 2028 ins All zu bringen – Kernfragen sind Chiptemperatur vs. Kühlergröße, Strahlungsschutz und Startvibrationsfestigkeit.
- Ein konkurrierendes Startup reagierte auf den Startkosten-Engpass so radikal, dass es eigene Raketen entwickelt – Starcloud setzt stattdessen auf Kapitalreserven für gesicherte Startkapazitäten.
- Blue Origins New Glenn und ULAs Vulcan fliegen derzeit nicht regelmäßig; Rocket Labs Neutron steht noch nicht auf dem Startplatz – die Alternativanbieter zu Falcon 9 sind damit noch kein verlässlicher Puffer.
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