
Groq sammelt 350 Mio. USD für Pivot zum Neocloud-Anbieter
Groqs Wandel vom Chip-Entwickler zum Neocloud-Anbieter vollzieht sich in rasantem Tempo: Nachdem Nvidia im Frühjahr Gründer und CEO Jonathan Ross sowie weitere Schlüsselpersonen im Rahmen eines 20-Milliarden-Dollar-Lizenzdeals abgeworben hatte, gab das Unternehmen seine ursprüngliche Mission auf, mit eigenen LPUs (Language Processing Units) Nvidia bei der Inferenz Konkurrenz zu machen. Den ersten Schwenk finanzierte Groq bereits im Juni 2026 mit einer 650-Millionen-Dollar-Runde; die nun kommunizierten 350 Mio. USD ergänzen diesen Kurs. Angeführt wird die neue Runde von der Investmentfirma Disruptive, deren Chairman Alex Davis gleichzeitig als Groqs neuer CEO fungiert – Nvidia ist als weiterer Teilnehmer geplant. Die neue Bewertung von 3,5 Mrd. USD liegt deutlich unter den 6,9 Mrd. USD vom September 2025, wird vom Unternehmen aber nicht als Down Round eingestuft, sondern als Neubewertung der „Post-Nvidia-Lizenzierungs-Version" von Groq. Heute betreibt Groq 13 Rechenzentren in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und dem asiatisch-pazifischen Raum und bedient nach eigenen Angaben mehr als 6 Millionen Entwickler, Unternehmen und KI-native Firmen. Die frischen Mittel sollen gezielt Kunden ansprechen, die mittelgroße bis große Nvidia-GPU-Cluster für Training und Inferenz benötigen. Ob das Neocloud-Modell langfristig profitabel genug ist, bleibt eine offene Frage: Auch CoreWeave – der derzeit prominenteste Vergleichsfall – kämpft trotz starkem Umsatzwachstum und Großkunden wie Meta und Anthropic mit hohen Kapitalausgaben, Schuldenbelastung und schnell abschreibender Hardware.
- Nvidia-Deal im Frühjahr 2026: Nvidia zahlte 20 Mrd. USD an Groq-Investoren und übernahm Gründer Jonathan Ross sowie weitere Topkräfte per Lizenzvertrag.
- Erste Pivot-Finanzierung bereits im Juni 2026: Groq sicherte sich damals 650 Mio. USD, um den Umbau zum Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber zu starten.
- Neuer CEO ist Alex Davis, Chairman von Investmentfirma Disruptive, die die aktuelle 350-Mio.-Runde anführt; Nvidia ist als weiterer Investor geplant.
- Groq bedient nach eigenen Angaben bereits über 6 Millionen Entwickler, Unternehmen und KI-native Companies über seine 13 Rechenzentren.
- Im Neocloud-Markt konkurriert Groq direkt mit CoreWeave, Lambda und Nebius – allesamt ebenfalls Nvidia-GPU-betrieben, teils mit Nvidia als Investor.
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- Im Neocloud-Markt konkurriert Groq direkt mit CoreWeave, Lambda und Nebius – allesamt ebenfalls Nvidia-GPU-betrieben, teils mit Nvidia als Investor.
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