
Vercel führt Managed Images für Sandbox-Umgebungen ein
Mit der Einführung von Vercel Managed Images (VMI) vollzieht Vercel einen Systemwechsel in der Sandbox-Infrastruktur: Statt auf Amazon Linux basierende Runtimes zu nutzen, setzt das Unternehmen künftig auf Ubuntu 26.04 als Standardbetriebssystem, das laut Vercel leichtgewichtiger und in der Industrie weiter verbreitet ist. Der Quellcode aller Images ist öffentlich im Repository `vercel/sandbox` einsehbar und kann sowohl direkt verwendet als auch erweitert werden. Der Wechsel vollzieht sich ab Version 3 des Sandbox SDK, das das neue Standard-Image `vercel/sandbox/universal:latest` automatisch einsetzt. Neben dem Universal-Image bietet der Katalog spezialisierte Images für Node.js (Versionen 22, 24 und 26), Python 3.14, ein schlankes Ubuntu-Basisimage ohne Extra-Tooling sowie ein Arch-Linux-Image ohne vorinstalliertes Node.js oder Python – letzteres richtet sich gezielt an Agents, die Werkzeuge erst zur Laufzeit installieren. Die Images werden nightly veröffentlicht, sodass Rolling Tags wie `latest` automatisch Sicherheits-Patches und neue Versionsstände aufnehmen. Für Teams, die vollständige Reproduzierbarkeit benötigen, steht Digest-Pinning per SHA zur Verfügung, das automatische Updates deaktiviert. Amazon-Linux-AL2023-Runtimes bleiben über die veraltete `runtime`-Property weiterhin nutzbar, gehören jedoch nicht zum VMI-Katalog.
- Sandboxes laufen unter VMI standardmäßig als User `ubuntu` oder `arch` mit passwortlosem sudo – statt wie bisher als `vercel-sandbox`.
- Das Universal-Image enthält u. a. die Coding-Agents uv, opencode, claude-code, codex und pigit sowie CLI-Tools wie vim, nano, tmux, ripgrep, jq und fzf.
- Images können aus jedem Repository im eigenen Projekt, aus team-weit geteilten Repositories oder aus beliebigen öffentlichen Repositories bezogen werden.
- Die Adressierung erfolgt über den vollständigen Pfad `team-slug/project/repo:tag`, z. B. `vercel/sandbox/universal:latest`; das SDK bietet Autovervollständigung für eingebaute Images.
- Das Arch-Linux-Image `vercel/sandbox/arch:latest` enthält weder Node.js noch Python und eignet sich durch sein großes Paket-Repository besonders für dynamisch konfigurierende Agents.
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