
Cowboy Space sammelt 275 Mio. Dollar für eigene Raketen und orbitale Rechenzentren
Cowboy Space Corporation – bis vor kurzem noch unter dem Namen Aetherflux bekannt – hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 275 Mio. Dollar abgeschlossen. Die Post-Money-Bewertung liegt bei 2 Mrd. Dollar. Angeführt wird die Runde von Index Ventures; außerdem beteiligt sind Breakthrough Energy Ventures, Construct Capital, IVP und SAIC. CEO und Gründer Baiju Bhatt, bekannt als Mitgründer der Aktienplattform Robinhood, startete das Unternehmen 2024 ursprünglich mit dem Ziel, Solarenergie aus dem Weltraum auf die Erde zu übertragen. Weil sich kein ausreichendes Startkapazitätsangebot für orbitale Rechenzentren fand, entschied sich Bhatt zum Pivot: Cowboy Space baut nun eigene Raketen. Das ungewöhnliche Design sieht vor, die Rechenzentren direkt in die zweite Raketenstufe zu integrieren – jedes Satellitenmodul soll 20.000 bis 25.000 kg wiegen und 1 MW Leistung für knapp 800 GPUs liefern. Die Schubklasse der geplanten Rakete läge damit leicht über dem Falcon 9, aber unter Starship. Für den Erststart peilt das Unternehmen Ende 2028 an. Zu den recrutierten Fachkräften zählen Ex-Blue-Origin-Triebwerksingenieur Warren Lamont und Ex-SpaceX-Startdirektor Tyler Grinne. Schlüsselfragen wie Produktions- und Testanlagen sind noch offen.
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