
Montanas neues Right-to-Try-Gesetz gibt schwerkranken Patienten Zugang zu experimentellen Therapien
Im Zentrum des Artikels steht die Familie DeVault aus Montana: Vater Kris DeVault schildert, wie sein im März 2023 geborener Sohn Brody früh Entwicklungsverzögerungen in Sprache, Motorik und Koordination zeigte. Ein genetischer Test im Alter von etwa zweieinhalb Jahren ergab schließlich eine Diagnose, die Brody ohne Zugang zu experimentellen Therapien vor enormen Herausforderungen stellt. Montana hat darauf reagiert und ein erweitertes „Right to Try"-Gesetz verabschiedet, das über das bisherige bundesweite Right-to-Try-Gesetz von 2018 hinausgeht – es soll Patienten mit lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Erkrankungen Zugang zu Therapien ermöglichen, die noch nicht die vollständige FDA-Zulassung erhalten haben, aber bereits eine Phase-I-Studie durchlaufen haben. Solche staatlichen Gesetze sind nicht unumstritten: Kritiker aus der Medizinethik und Patientenschutzorganisationen warnen vor unzureichender Sicherheitsdatenlage und der Gefahr, dass Familien in verzweifelter Lage ausgenutzt werden könnten. Befürworter hingegen argumentieren, dass bürokratische Hürden bei seltenen Krankheiten mit kleinen Patientenpopulationen schlicht zu langsam sind, um betroffenen Kindern noch rechtzeitig zu helfen. Montana reiht sich damit in eine wachsende Zahl von US-Bundesstaaten ein, die eigene Right-to-Try-Regelungen eingeführt oder ausgeweitet haben, um ihren Bürgern schnellere Wege zu neuartigen Behandlungen zu eröffnen.
- Brody DeVault wurde im März 2023 geboren und zeigte ab dem Kleinkindalter Entwicklungsverzögerungen in Sprache, Bewegung und Koordination.
- Die Diagnose erfolgte per Gentest im Alter von etwa zweieinhalb Jahren – die genaue Erkrankung wird im Artikel als Ausgangspunkt für den Therapiebedarf genannt.
- Das neue Montana-Gesetz geht über das bundesweite Right-to-Try-Gesetz von 2018 hinaus und erlaubt Zugang zu Therapien nach abgeschlossener Phase-I-Studie, ohne vollständige FDA-Zulassung.
- Befürworter des Gesetzes argumentieren, dass der reguläre Zulassungsweg bei seltenen Erkrankungen mit kleinen Patientengruppen strukturell zu langsam ist.
- Medizinethiker und Patientenschützer warnen vor unzureichenden Sicherheitsdaten und dem Risiko der Ausbeutung verzweifelter Familien.
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